{"version":1,"type":"rich","provider_name":"Libsyn","provider_url":"https:\/\/www.libsyn.com","height":90,"width":600,"title":"035 - Die verzwickte Sache mit dem Loslassen","description":"Besuch uns auf unserer Homepage (www.coachingbande.de) und abonniere am besten gleich unseren Newsletter, damit Du immer die neusten Inspirationen, Infos und Coachinganregungen innerhalb unserer Community bekommst: https:\/\/coachingbande.de\/kontakt\/newsletter\/   Die verflixte Sache mit dem Loslassen  Kennt Du das? Irgendjemand hat doch zu Dir bestimmt auch schon mal gesagt: \u201eDa musst Du jetzt einfach mal loslassen!\u201c Oder noch besser: \u201eIch wei\u00df, dass das schwer ist, aber Du solltest ihn (oder sie) wirklich loslassen!\u201c&amp;nbsp;  Warum denn eigentlich? Warum sollen wir immer das loslassen, was wir besonders dringend haben wollen, was uns unter den N\u00e4geln brennt, oder absurder Weise diejenigen die wir lieben?&amp;nbsp; Und die Frage, die direkt daran ankn\u00fcpft, wie genau soll es denn funktionieren die Menschen, die uns am Herzen liegen, loszulassen?&amp;nbsp;  Ich gebe zu, ich habe den Ratschlag LOSZULASSEN auch schon erteilt und bin selbst schon verzweifelt, wenn ihn mir jemand gegeben hat.  Warum ist das so absurd schwer?&amp;nbsp; Weil uns die Angst im Nacken sitzt. Der Verlust, vor dem wir uns ja eigentlich sch\u00fctzen wollen, steht mit der Bereitschaft loszulassen gef\u00fchlt direkt bevor.&amp;nbsp; Und, was die Sache noch komplizierter macht, es gibt ja wiederum auch den gegenteiligen Ansatz zu sagen, dass man f\u00fcr die wichtigen Dinge im Leben k\u00e4mpfen muss bis zum \u00c4u\u00dfersten. Dass man nichts geschenkt bekommt, sondern oftmals an die Grenzen gehen muss, um etwas zu erreichen, oder mindesten einen langen Atem haben sollte\u2026 Wie sollen wir uns im Dilemma \u201eLoslassen\u201c oder \u201ek\u00e4mpfen\u201c richtig entscheiden - und wie in Gottes Namen, geht dieses verfluchte LOSLASSEN?&amp;nbsp;  Wir haben eine m\u00f6gliche Antwort f\u00fcr Dich und werden auch versuchen, sie Dir zu erkl\u00e4ren:&amp;nbsp;Es ist v\u00f6llig egal f\u00fcr welchen Weg Du Dich entscheidest, denn beide Wege f\u00fchren zum Ziel!  Die Frage ist nur was das Ziel des Weges sein wird. Denn die Zukunft ist etwas, was wir nur bedingt beeinflussen k\u00f6nnen, genauso wie die Entscheidungen, die ein anderer Mensch vielleicht trifft. Kein Ratschlag dieser Welt kann beeinflussen ob das Ziel und Deine Wunschvorstellung von dem Ziel am Ende \u00fcbereinstimmen werden. Dar\u00fcber hinaus solltest Du Dir die Frage stellen, wie schmerzlich oder anstrengend der Weg zum (unbekannten) Ziel sein soll, denn das allein beeinflussen wir mit der Wahl zwischen Kampf und Loslassen.&amp;nbsp; Das hilft jetzt noch nicht direkt weiter, wenn Du grade vor der bangen Frage stehst, ob Du Loslassen oder K\u00e4mpfen sollst.&amp;nbsp; Was k\u00f6nnte also helfen?&amp;nbsp;  Deine Intuition k\u00f6nnte helfen. Ja-schon klar, auf die verl\u00e4sst man sich nicht immer gerne, denn das ist ja nur ein Gef\u00fchl, und die k\u00f6nnen so verdammt tr\u00fcgerisch sein. Au\u00dferdem k\u00f6nnte man mit ein bisschen Kampfesgeist ja noch Parameter \u00e4ndern, so dass die Intuition dann ja ganz neue Ausgangswerte h\u00e4tte, um eine Entscheidung zu treffen.&amp;nbsp; Und schon geht es wieder von vorne los\u2026&amp;nbsp;  Wir verraten Dir, woran wir glauben: Wir glauben, dass jeder von uns auf jede Frage die Antwort l\u00e4ngst wei\u00df, wir h\u00f6ren nur so selten auf uns.&amp;nbsp; Du kennstt doch bestimmt dieses spontane Bauchgef\u00fchl, wenn Du vor einer Entscheidung stehst? Ist das Bauchgef\u00fchl \u2013 die Intuition, im allerersten Augenblick in dem Du \u00fcber etwas nachdenkst positiv, dann halte daran fest und k\u00e4mpfe. Ist die Intuition negativ, dann lass los, denn dann hast Du Dich eventuell in etwas verbissen, was ein wenig Abstand zu Dir braucht. Vielleicht entfernt es sich dann ganz, vielleicht kommt es aber auch wieder n\u00e4her.&amp;nbsp; Versuche ein erstes negatives Gef\u00fchl nicht mit Aktionismus zu \u00fcbert\u00f6lpeln, sondern halte inne, und lasst los.&amp;nbsp;  Und da ist es, das Loslassen - von dem ja keiner so genau sagen kann, wie es gehen soll.&amp;nbsp; F\u00fcr uns bedeutet \u201eLoslassen\u201c den Fokus von einer Idee oder einem anderen Menschen zu nehmen und zur\u00fcck auf uns selbst zu richten.&amp;nbsp;  Das Gl\u00fcck kann ich offensichtlich in diesem Moment nicht in der Erf\u00fcllung der Idee finden \u2013 denn da sto\u00dfe ich auf Hindernisse, Abwehr oder allgemeine Schwierigkeiten, also wende ich mich von der Idee ab und mir zu.&amp;nbsp; Stell es Dir ruhig so vor, als w\u00fcrdest Du auf etwas blicken (zum Beispiel einen Menschen, von dem Du irgendetwas ganz dringend haben willst) und dreh Dich dann um 180Grad um die eigene Achse und blicke in einen Spiegel, der hinter Dir steht und in dem Du Dich jetzt sehen kannst.&amp;nbsp; Stell Dir selbst jetzt die Fragen, die DU von dem Menschen (der jetzt in Eurem R\u00fccken stehen w\u00fcrde) beantwortet oder erf\u00fcllt haben wolltest:&amp;nbsp; &amp;nbsp; \u201eWarum reagierst Du nicht so auf mich, wie ich es mir gew\u00fcnscht habe?\u201c wird zu: \u201eWarum reagiere ICH nicht so auf mich, wie ich es mir gew\u00fcnscht habe? \u201c&amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp; \u201eWarum liebst Du mich nicht so, wie ich es verdient habe?\u201c wird zu: \u201eWarum liebe ICH mich nicht so, wie ich es verdient habe?\u201c&amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp; \u201eWarum behandelst Du mich nicht freundlicher und respektvoller?\u201c wird zu: \u201eWarum behandele ICH mich nicht freundlicher und respektvoller?\u201c&amp;nbsp; \u201eWarum erf\u00fcllst Du meine Erwartungen nicht?\u201c wird schlussendlich zu: Warum erf\u00fclle ICH meine Erwartungen nicht?\u201c&amp;nbsp; &amp;nbsp; Loslassen bedeutet f\u00fcr uns, nicht woanders nach Antworten zu suchen, die wir uns nur selbst geben k\u00f6nnen.&amp;nbsp; Loslassen bedeutet die Eigenverantwortung und Selbstf\u00fcrsorge zu \u00fcbernehmen.&amp;nbsp; &amp;nbsp; Eine wirklich fiese Antwort auf alle umgekehrten Fragen k\u00f6nnte n\u00e4mlich sein:&amp;nbsp; \u201eWeil ich es mir nicht wert bin!\u201c&amp;nbsp;  Sp\u00e4testens da fliegt der Schwindel auf. Wir erwarten von einem anderen Menschen etwas in mir zu sehen, was wir selbst nicht sehen.&amp;nbsp; Ich erwarte, dass ein Anderer einen Anspruch erf\u00fcllt, den ich selbst nicht erf\u00fclle,&amp;nbsp; Ich erwarte von einem anderen Menschen schlicht etwas, was v\u00f6llig unangemessen ist, wenn ich es mir offensichtlich selbst nicht geben kann.&amp;nbsp;  Da liegt f\u00fcr uns der Schl\u00fcssel zum Loslassen. Lassen wir die Anderen aus der Verantwortung und k\u00fcmmern uns erstmal selbst um uns.&amp;nbsp; Und wenn wir Dinge bei uns ver\u00e4ndern, \u00e4ndert sich auch die Resonanz darauf, bei unserem Gegen\u00fcber.&amp;nbsp; Loslassen, also den Fokus von einem anderem Menschen oder einer Idee zur\u00fcck auf uns selbst legen, bedeutet deshalb nicht unbedingt das Ende von Etwas, sondern nur eine Ver\u00e4nderung.&amp;nbsp; Die Resonanz auf die Ver\u00e4nderung kann in jede Richtung gehen und deshalb m\u00fcssen wir auch \u00fcberhaupt keine Angst davor haben loszulassen, denn wir verschlie\u00dfen dadurch keine T\u00fcr, wir \u00f6ffnen nur Neue.&amp;nbsp; Und es ist auch nicht irgendwie \u201eegoman\u201c sich erst einmal sehr intensiv um sich selbst zu k\u00fcmmern. Es ist unabdingbar.&amp;nbsp;  Beziehungen und Freundschaften werden so h\u00e4ufig aus den falschen Beweggr\u00fcnden geschlossen. Wenn wir dem richtigen Beweggrund ein bisschen n\u00e4her kommen wollen, m\u00fcssen wir zuerst bei uns aufr\u00e4umen, bevor wir jemanden reinlassen k\u00f6nnen.&amp;nbsp; Das machen wir ja auch so, wenn wir Besuch empfangen, oder.&amp;nbsp; Und wir d\u00fcrfen niemals vergessen, dass uns kein Mensch geh\u00f6rt. Egal wie sehr wir jemanden lieben, er geh\u00f6rt uns nicht f\u00fcr ein Leben lang.&amp;nbsp; Aber wir erh\u00f6hen die Chancen, dass er gerne bleibt, wenn wir den Anspruch \u201eZU M\u00dcSSEN\u201c als Last von seiner Schulter nehmen und ihn stattdessen einladen k\u00f6nnen zu bleiben, solange es ihm bei uns gef\u00e4llt.&amp;nbsp; Also lasst uns nicht vergessen uns ab und an mal zu unserem Spiegel herum zu drehen, wenn wir merken, dass unsere Anspruchshaltung an Andere nicht konform geht mit dem, was wir von Anderen bekommen.&amp;nbsp;  Lasst uns regelm\u00e4\u00dfig Ordnung im eigenen Haus machen, dann kommen die Anderen auch gerne \u2013 vielleicht auch, um zu bleiben.&amp;nbsp; Wer sich intensiver mit der Technik und dem Hintergrund der &quot;umgekehrten Fragen&quot; besch\u00e4ftigen m\u00f6chte, findet diese Idee ausf\u00fchrlich erkl\u00e4rt bei &quot;The Work&quot; von Byron Katie und kann sie an verschiedenen Stellen in unserem&amp;nbsp;Coaching-Programm&amp;nbsp;wiederfinden. 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