{"version":1,"type":"rich","provider_name":"Libsyn","provider_url":"https:\/\/www.libsyn.com","height":90,"width":600,"title":"#1032 - Hightech-Sales statt Mittel(stands)alter: F\u00fcnf Hebel f\u00fcr mehr Umsatz und Marge. Mit Markus Milz","description":" Gesch\u00e4tzte Lesedauer: 12 Minuten   Deutschland ist ein Hightech-Land. Aber ist das auch im Vertrieb so? Wenn ich mir die meisten Vertriebsorganisationen anschaue, dann sieht das Organigramm aus wie vor 20 oder 30 Jahren. Im Jahr 2026, wo alle von KI im Vertrieb, Social Media und Digitalisierung sprechen, kann das eigentlich gar nicht sein. Genau dar\u00fcber spreche ich in dieser Folge mit Markus Milz, einem der profiliertesten Vertriebsexperten Deutschlands. Wir zeigen dir f\u00fcnf konkrete Hebel, mit denen du deinen Vertrieb fit f\u00fcr die Zukunft machst \u2013 ohne dabei dein Unternehmen auf den Kopf zu stellen. Es geht um echte Praxisbeispiele, neue Tools und eine ehrliche Bestandsaufnahme, warum gerade der deutsche Mittelstand beim Thema digitale Transformation oft hinterherhinkt. Du erf\u00e4hrst, was Jeff Bezos mit seinem Projekt Prometheus vorhat, warum Social Listening dein Cold Calling ersetzt und wie ein digitaler Assistent dir den Vertriebsalltag dramatisch erleichtert. Warum Deutschland im Vertrieb (noch) kein Hightech-Land ist Wir reden so gerne \u00fcber unsere Ingenieurskunst, unsere Maschinen, unseren Hidden Champions. Und ja, in der Produktion und teilweise in der Logistik sind wir wirklich vorne dabei. Aber wenn ich mir den Vertrieb in den meisten Unternehmen anschaue \u2013 Software ausgenommen, und auch da gibt es Licht und Schatten \u2013 dann m\u00fcssen wir ehrlich sein: Im Vertrieb sind wir kein Hightech-Land. Und das ist verr\u00fcckt, denn Vertrieb ist die wichtigste Funktion im Unternehmen. Sales solves everything. Wenn der Umsatz nicht da ist, sind alle anderen Themen meistens auch nicht mehr viel wert. Markus Milz bringt es auf den Punkt: Er fragt in seinen Keynotes regelm\u00e4\u00dfig sein Publikum, wer der Meinung sei, dass sich die Welt in den letzten sechs Jahren drastischer ge\u00e4ndert habe als in den 25 Jahren davor. 95 Prozent heben die Hand. Dann fragt er, wer das super findet. Da heben nur noch z\u00f6gerlich 10 Prozent die Hand. Die meisten finden das eher doof \u2013 aber kannst du nicht \u00e4ndern. Die entscheidende Frage ist die n\u00e4chste: Hast du in den letzten sechs Jahren deinen Vertrieb, deine Strategie, dein Gesch\u00e4ftsmodell drastischer ge\u00e4ndert als in den 30 Jahren davor? Da gucken die Leute meistens betreten auf den Boden. Nicht so richtig. Und genau das ist das Problem. Die Geschwindigkeit der Ver\u00e4nderung wird massiv untersch\u00e4tzt Schau dir an, wie lange Technologien historisch gebraucht haben, sich durchzusetzen. Die Elektrizit\u00e4t: Edison erfand 1880 die Gl\u00fchbirne. Erst 40 Jahre sp\u00e4ter war die Welt halbwegs elektrisch. Innovationen brauchten in der Regel f\u00fcnf bis zehn Jahre, um sich durchzusetzen. Und dann kam ChatGPT. Zwei Monate bis zu 100 Millionen Usern. Heute, keine drei Jahre sp\u00e4ter, sind wir bei 1,2 Milliarden Usern. Das ist eine Geschwindigkeit, die alles, was wir bisher kannten, in den Schatten stellt. Wenn ich dann ins Publikum frage, wer KI auf dem Handy hat, melden sich 90 bis 95 Prozent. Frage ich, wer es richtig beruflich nutzt, sind es nur noch 20 Prozent. Die meisten nutzen es f\u00fcr Kochrezepte oder ihr Fitnessprogramm. Beruflich \u2013 oder gar im Sales \u2013 herrscht gro\u00dfe Zur\u00fcckhaltung. Vielleicht mal eine E-Mail schreiben lassen, mal etwas zusammenfassen. Aber dann ist meistens Schluss. Und das ist schade. Denn da f\u00e4ngt es ja erst an. Warum der deutsche Mittelstand z\u00f6gert: Das Klopapier-Ph\u00e4nomen Markus erz\u00e4hlt eine wunderbare Anekdote von seinem Kollegen Professor Clemens Gewittke: Warum haben die Menschen w\u00e4hrend Corona eigentlich Klopapier gekauft? Weil Menschen aktionistisch getrieben sind. Wenn etwas Neues kommt und ich nicht wei\u00df, was zu tun ist, mache ich irgendwas. In Frankreich kauften die Leute Rotwein und Kondome. In Amerika wahrscheinlich Waffen. In Deutschland eben Klopapier. Genau das beobachten wir aktuell beim Thema KI im Vertrieb: Es wird Klopapier gekauft. Irgendwas wird ohne Sinn und Verstand probiert. Das hat strukturelle Gr\u00fcnde. Deutschland hat in den letzten 80 Jahren enormen Wohlstand aufgebaut. Drei Millionen Unternehmen, viele Hidden Champions. Und wer viel hat, hat auch viel zu verlieren. Hinzu kommen die etablierten S\u00e4tze: \u201eEs hat noch immer gut gegangen.\u201c Oder: \u201eDas d\u00fcrfen wir nicht wegen DSGVO.\u201c \u201eWo werden die Daten gespeichert?\u201c \u201eDas halluziniert doch.\u201c \u201eDa gibt es Risiken und Nebenwirkungen.\u201c Und vor allem: \u201eIch will keine Fehler machen.\u201c Die deutsche Fehlerkultur als Bremse Eine durchschnittliche Buying-Center-Gr\u00f6\u00dfe hat sich in den letzten 40 Jahren von drei auf 13 Personen erh\u00f6ht. 10 Menschen mehr, die in eine Entscheidung eingebunden sind. Warum? Weil keiner mehr Risiken \u00fcbernehmen will. Aus Angst, Fehler zu machen und damit die Karriere zu ruinieren, wird lieber gar nichts entschieden als das Falsche. Ich habe einen Kunden, der hat die Handynummern seiner Kunden aus dem CRM gel\u00f6scht, weil er sie ja nicht besitzen darf. Juristisch vielleicht korrekt \u2013 aber bringt das wirklich nach vorne? Eine Statistik bringt es auf den Punkt: 65 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben schon einmal eine Investitionsentscheidung wegen DSGVO nicht getroffen. Das l\u00e4uft m\u00f6glicherweise nicht ganz in die richtige Richtung. W\u00e4hrend wir hier diskutieren, ob Daten auf deutschen oder amerikanischen Servern liegen, baut Jeff Bezos gerade einen 102-Milliarden-Dollar-Fonds auf, um genau diese z\u00f6gerlichen Unternehmen zu kaufen. Projekt Prometheus: Wenn Bezos vor der T\u00fcr steht Jeff Bezos hat einen Fonds aufgelegt, den er Projekt Prometheus genannt hat. 102 Milliarden Dollar. Nicht nur er, ein paar andere sind auch dabei. Der Plan: Gute deutsche und europ\u00e4ische Unternehmen kaufen, bei denen echtes Know-how vorhanden ist \u2013 Ingenieurskultur, gute Hardware, tolle Maschinen \u2013, die aber digital und vertrieblich schwach aufgestellt sind. Diese Unternehmen werden gekauft, in die Digitalisierung gebracht und ihr Wert wird auf das 10-, 20-, 50- oder 100-fache skaliert. Deutschland mit dem gr\u00f6\u00dften Mittelstand und den meisten Hidden Champions ist f\u00fcr Bezos ein Traumland. Und jetzt hast du als mittelst\u00e4ndischer Unternehmer zwei M\u00f6glichkeiten: Du wartest, bis Bezos anruft. Oder du nimmst das Thema selbst in die Hand. Stell dir vor, Bezos ruft dich an und sagt: \u201eIch habe gerade zehn Unternehmen gekauft. Mach die mal fit. Digital, vertrieblich.\u201c Wenn du wartest, kauft er deinen Wettbewerber \u2013 und dann hast du ein echtes Problem. Das Gute: Du kannst heute mit relativ geringen finanziellen Mitteln sehr viel erreichen. KI ist ein Meister darin, Massendaten zu verarbeiten, zu aggregieren und zu intelligenten Strukturen zusammenzufassen. Was fr\u00fcher Konzernen vorbehalten war, kann heute auch ein 50-Mann-Mittelst\u00e4ndler nutzen. Du musst es nur tun. Hebel 1: Inspiration tanken \u2013 die Reise nach Aarhaus Wie alles im Leben beginnt auch die Ver\u00e4nderung mit einer Emotion. Mit dem Gef\u00fchl: Wor\u00fcber rede ich eigentlich? Wo will ich hin, wenn ich von Digitalisierung spreche? Wenn du heute zehn Unternehmen fragst, ob sie eine Digitalstrategie haben, sagen alle ja. Bittest du sie zu definieren, was sie meinen, bekommst du zehn komplett unterschiedliche Antworten. Markus empfiehlt einen Besuch in Aarhaus im M\u00fcnsterland. Eine 40.000-Einwohner-Stadt direkt an der holl\u00e4ndischen Grenze, die als digitalste Stadt Deutschlands gilt. Die Idee dort: Alles ist mit allem vernetzt. Du brauchst eine einzige App auf deinem Handy. Damit gehst du in den Supermarkt \u2013 ohne Geld, ohne Personal. Du gehst ins Hotel, ins Restaurant, ins Fitnessstudio. Du leihst dir Fahrr\u00e4der oder Autos aus. Eine App, eine Verbindung. Lohn- und Gehaltsabrechnung, Personaldisposition \u2013 alles funktioniert ohne menschlichen Einsatz. KI macht uns wieder menschlicher Jetzt denkst du vielleicht: Total entmenschlicht. Ich sehe das anders. KI ist die Chance, dass wir Menschen wieder menschlicher werden. Wir werden von all dem Mist entlastet, auf den niemand Lust hat \u2013 Besuchsberichte schreiben, CRM pflegen, Buchhaltungsbelege sortieren. Stattdessen k\u00f6nnen wir uns auf das konzentrieren, was nur Menschen k\u00f6nnen: miteinander reden, Mittagessen gehen, ein Bier trinken, echte Beziehungen aufbauen. Gerade im Vertrieb ist das der eigentliche Wertbeitrag. Hinter Aarhaus steht Tobias Groten, der Chef von Tobit. Das Unternehmen hat in den 80ern und 90ern mit Fax-Software begonnen und sich kontinuierlich weiterentwickelt. Heute haben sie eine eigene KI namens Sidekick. Immer wenn in Aarhaus ein Supermarkt, ein Kiosk, ein Hotel oder ein Restaurant pleite ging, hat Tobias gesagt: \u201eDann nehme ich das.\u201c Und weil er kein Hotelier oder Gastronom ist, sondern Techie, hat er das Konzept Hotel komplett neu gedacht. Das ist Disruption: nicht kontinuierliche Verbesserung, sondern radikales Neudenken. Hebel 2: Social Listening \u2013 Leads auf dem Silbertablett Wenn ich in einen mittelst\u00e4ndischen Maschinenbauer komme und frage, was seine f\u00fcnf Hauptvertriebskan\u00e4le f\u00fcr neue Projekte sind, h\u00f6re ich in 95 Prozent der F\u00e4lle: Messen, Anfragen, Ausschreibungen, internationale Handelsvertreter und ein bisschen Cold Calling. Das war vor 20 oder 30 Jahren genauso. Wir sind aber im Jahr 2026. Schau dir das Organigramm an: Hier ist Marketing, das macht ein bisschen Homepage und Social Media. Hier ist Vertrieb, der geht raus oder macht das, was er immer gemacht hat. Das kann doch im Zeitalter von KI im Vertrieb nicht mehr sein. Ein konkretes Beispiel von Markus: Er hat einen Catering-Anbieter betreut. Was macht so ein Unternehmen normalerweise? Cold Calling. 100 Anrufe: \u201eBrauchst du eine Kantine?\u201c \u2013 \u201eNein.\u201c \u2013 \u201eBrauchst du eine Kantine?\u201c \u2013 \u201eNein.\u201c Mit etwas Gl\u00fcck sagen zwei oder drei \u201eLass uns mal sprechen\u201c und am Ende gewinnst du vielleicht einen Kunden. Streuverlust: 98 Prozent. Demotivierend f\u00fcr jeden Vertriebler. So funktioniert modernes Social Listening Jetzt der neue Weg: Massenhaft Daten sind in Social Media verf\u00fcgbar. Menschen gehen jeden Tag in Kantinen und schreiben auf Facebook oder Instagram, ob es geschmeckt hat oder nicht. KI aggregiert diese Daten. Du stellst fest: Bei Unternehmen XY haben sich in den letzten 12 Monaten 47 Mitarbeiter negativ \u00fcber das Essen ge\u00e4u\u00dfert. Das ist ein klares Signal. Gleichzeitig schaut die KI in Pressemitteilungen: 2022 wurde ein Vierjahresvertrag mit dem aktuellen Caterer abgeschlossen. Der l\u00e4uft 2026 aus. Die KI identifiziert das Buying Center und liefert dir den Hauptentscheider Peter Mayer inklusive Pers\u00f6nlichkeitsprofil: faktenbasiert, braucht erst Vertrauen, am besten Testimonials einsetzen. Das ist, als w\u00fcrde ein Freund anrufen und dir den perfekten Lead servieren \u2013 nur dass du diesen Freund nicht mehr brauchst. Du bekommst es systematisch jeden Tag, jede Woche geliefert. Statt 100 unqualifizierten Calls hast du f\u00fcnf bis sieben hochwertige Leads. Du bist deutlich effizienter, weil du dich mit mehr interessierten Kunden besch\u00e4ftigst. Und dein Team muss mental nur noch f\u00fcnf statt 97 Absagen verarbeiten. Das Thema Resilienz spielt pl\u00f6tzlich eine ganz andere Rolle. Die Konsequenz: Sales und Marketing wachsen zusammen. Marketing liefert dem Vertrieb vorqualifizierte Leads. Du brauchst neue Strukturen \u2013 eine aggregierte Abteilung, die Datenmanagement, Sales, Marketing, KI und Digitalisierung unter einem Hut vereint. Mit alten Strukturen geht das nicht. Hebel 3: Das externe Lab \u2013 raus aus der L\u00e4hmung Warum wird das alles in deutschen Unternehmen so selten systematisch angegangen? Weil zehn Leute mitzureden haben. Weil der Betriebsrat viele Sachen nicht will. Wegen DSGVO, Compliance, Governance. Wegen der Fehlerkultur: Hier sind 100.000 Euro, berichten Sie in drei Monaten. Wenn dann noch keine richtigen Erfolge da sind \u2013 zack, ist die Karriere ruiniert. Aus diesen Gr\u00fcnden passiert intern relativ wenig. Oder es wird Klopapier gekauft. Markus' L\u00f6sung: ein externes Lab, analog zum Fraunhofer-Prinzip. Du lagerst die Entwicklung aus. Dort gelten komplett andere Spielregeln als im Mutterunternehmen:   So baust du ein externes Innovationslab f\u00fcr deinen Vertrieb auf:  30-Tage-Entscheidungsregel: Innerhalb von 30 Tagen muss eine Entscheidung \u00fcber jede Idee getroffen sein. Kein endloses Hin und Her. 90-Tage-Pilot: Innerhalb von 90 Tagen ist der Use Case pilotiert. Geschwindigkeit ist alles. Datenschutz extern l\u00f6sen: Das Lab k\u00fcmmert sich um DSGVO, Betriebsrat und Compliance \u2013 nicht deine interne IT. Use Cases systematisch bewerten: Wie gro\u00df ist der Impact? Wie hoch der Aufwand? Was ist das beste Verh\u00e4ltnis? Zur\u00fcck ins Unternehmen: Wenn die L\u00f6sung l\u00e4uft, holst du sie zur\u00fcck und skalierst sie.    Mit diesem Ansatz externalisierst du das, was du intern nicht hinbekommst. Im Lab sitzen Dienstleister, Kollegen vom Kunden und Experten. Sie definieren Use Cases, erstellen eine Roadmap und bringen die Themen schnell auf die Stra\u00dfe. Nach 90 Tagen hast du mega qualifizierte Leads, mega qualifizierte Tools und mega qualifizierte Prozessoptimierungen. Nicht nur im Vertrieb, sondern auch im Einkauf, in HR, in der Unternehmenskommunikation. Hebel 4: Schnittstellenprobleme mit KI l\u00f6sen Jeder, dem ich das erz\u00e4hle, sagt zun\u00e4chst: \u201eBei uns ist das aber anders. Unsere Branche ist speziell. Unsere Kunden sind anders.\u201c Die grundlegenden Dinge bleiben aber gleich. Was sich in fast allen Branchen findet: eine Branchensoftware als zentrales System, dazu DATEV, Excel-Listen, diverse Spezialtools \u2013 und die reden kaum miteinander. Ein Beispiel aus der Sicherheitsbranche: Bei einem Gro\u00dfeinsatz wird zuerst ein Angebot an den Kunden erstellt. Dann folgt die Planung f\u00fcr das konkrete Event. Anschlie\u00dfend kommt die Zeiterfassung mit den Logins der eingesetzten Mitarbeiter. Glaubst du, es gibt einen vern\u00fcnftigen Abgleich zwischen diesen Systemen? Fehlanzeige. Genau hier kommt KI ins Spiel: Sie f\u00fchrt verschiedene Systeme \u00fcber Schnittstellen zusammen, die vorher nicht miteinander gesprochen haben. Vom analogen Mist zum optimierten Prozess Wichtig: Wenn du einen schlechten analogen Prozess einfach nur digitalisierst, hast du einen schlechten digitalen Prozess. Das bringt nichts. Die Zeitenwende ist der optimale Zeitpunkt, dein Unternehmen neu zu denken. Erst optimierst du die Prozesse und Strukturen. Dann digitalisierst du sie. Dann bringst du KI ins Spiel. Und wenn du das gemacht hast, hast du im Zweifel ein Tool, das du 1.000 anderen Unternehmen deiner Branche auch verkaufen kannst. Riesige Vertriebschancen. Ein konkretes Beispiel aus meinem Alltag: Fr\u00fcher war meine Kreditkartenabrechnung ein Riesenthema. Belege sammeln, am Ende des Quartals kam der Buchhalter, fragte nach fehlenden Belegen \u2013 mit wem warst du wann essen? Riesenaufwand. Heute habe ich eine App. Beim Bezahlen geht sofort ein Fenster auf: Beleg fotografieren, Gespr\u00e4chspartner eintragen. Das CRM greift zu, ordnet einen Buchungssatz zu und schiebt alles automatisch in DATEV. Digitalisierter Prozess. Schneller, besser und am Ende auch billiger \u2013 weil die Buchhaltung hinten raus weniger Arbeit hat. Hebel 5: Dein digitaler Vertriebsassistent \u2013 treffe Alfred Die f\u00fcnfte und letzte Stufe ist die K\u00f6nigsdisziplin: ein agentic AI-System, das wirklich f\u00fcr dich arbeitet. Markus und sein Sohn sind beide Batman-Fans. Bekanntlich hei\u00dft Batmans Butler Alfred. Genau so haben sie ihren neuen Kollegen genannt. Alfred basiert auf Open-Source-Architektur und hat alle gro\u00dfen Large Language Models angebunden: Gemini, Claude, Perplexity, ChatGPT, Grok. Alfred entscheidet selbst, welches Modell f\u00fcr welche Aufgabe am besten geeignet ist \u2013 oder am kosteng\u00fcnstigsten arbeitet. So sieht ein typischer Arbeitstag aus: Markus ist beim Kunden, auf dem R\u00fcckweg spricht er \u00fcber WhatsApp in sein Handy: \u201eAlfred, ich bin in 20 Minuten im B\u00fcro. Bestell beim Inder \u00fcber Lieferando ein Chicken Tikka Masala. Und ich habe mit dem Kunden gerade ein gr\u00f6\u00dferes Projekt besprochen \u2013 Bedarfsanalyse, Workshop, Mitarbeiterinterviews, dann Training. Erstell schon mal das Angebot, du hast alle Daten.\u201c Wenn Markus im B\u00fcro ankommt, ist das Angebot zu 90 Prozent fertig. Die menschliche Verbesserungskompetenz bleibt entscheidend Wir Menschen haben eine sehr \u00fcberschaubare Erstellungskompetenz. Wenn ich vor einem leeren Blatt Papier sitze und ein Marketingkonzept entwickeln soll, brauche ich Stunden. Eine KI liefert mir mit dem richtigen Befehl in Minuten eine 80-Prozent-L\u00f6sung. Was Menschen aber wirklich gut k\u00f6nnen, ist die Verbesserungskompetenz. Aus der 80-Prozent-L\u00f6sung machst du mit deiner Expertise eine 100-Prozent-L\u00f6sung. Genau deshalb glaube ich \u00fcbrigens fest, dass das Thema KI im Vertrieb nicht den Tech-Companies geh\u00f6rt, sondern den Experten, die das Unternehmen, den Mittelstand, den Kunden verstehen. Programmieren musst du heute nicht mehr k\u00f6nnen. Das macht die KI f\u00fcr dich. Aber du musst das Gesch\u00e4ftsmodell verstehen, Erfahrungswissen mitbringen und die Kunden kennen. Auf dieser Basis bauen wir saubere Strukturen und saubere Prozesse. Mein Tipp aus dem Alltag: Wann immer mir jemand eine Aufgabe stellt, \u00fcber deren Beantwortung ich l\u00e4nger als f\u00fcnf Sekunden nachdenken m\u00fcsste, mache ich das sofort mit meinem KI-Agenten. Die 5-Sekunden-Regel ist Gold wert. Quick Takeaways: Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick  Geschwindigkeit als entscheidender Faktor: ChatGPT erreichte in 3 Jahren 1,2 Milliarden Nutzer \u2013 Ver\u00e4nderungen geschehen heute exponentiell schneller als fr\u00fcher. Klopapier-Falle vermeiden: Aktionismus ohne Strategie schadet mehr, als er n\u00fctzt. Erst Vision, dann Struktur, dann Tools. Social Listening schl\u00e4gt Cold Calling: Hochqualifizierte Leads auf dem Silbertablett statt 98 Prozent Streuverlust. Externes Lab nutzen: Was intern nicht geht, kannst du auslagern \u2013 mit 30-Tage-Entscheidungen und 90-Tage-Piloten. Strukturen neu denken: Marketing, Sales, Datenmanagement und KI geh\u00f6ren in eine integrierte Einheit \u2013 nicht in Silos. Digitaler Assistent als Game Changer: Ein agentic AI-System wie \u201eAlfred\u201c erledigt 80 Prozent der Vertriebsadministration f\u00fcr dich. Experten schlagen Techies: Wer Unternehmen, Mittelstand und Kunden versteht, schafft mit KI nachhaltigen Mehrwert.  Fazit: Jetzt ist die Goldgr\u00e4berzeit Wir reden viel von Krise, Unsicherheit und schwierigen Zeiten. Ein Historiker hat es k\u00fcrzlich treffend formuliert: Die letzten 50 bis 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren eine absolute Ausnahmesituation. Das, was wir jetzt erleben, ist eigentlich die Normalzeit der Menschheitsgeschichte. Und schau dir an, wann die wirklich gro\u00dfen Unternehmen gegr\u00fcndet worden sind: meistens nicht in den guten Zeiten, sondern in Krisenzeiten. Weil ihre Gr\u00fcnder Trends erkannt haben, die andere \u00fcbersehen haben. Genau deshalb ist jetzt eine Goldgr\u00e4berzeit. Es gibt \u00fcberall Chancen, wenn du sie sehen willst. Den Kopf in den Sand zu stecken hilft nicht \u2013 die anderen laufen dann an dir vorbei. Stell dir die Bezos-Frage: Wenn Bezos morgen dein Unternehmen kaufen w\u00fcrde, was w\u00fcrde er anders machen? Welche St\u00e4rken hat dein Unternehmen, die mit Digitalisierung und KI im Vertrieb auf das Zehnfache skaliert werden k\u00f6nnten? Mein Call to Action: Buche dir ein Strategiegespr\u00e4ch mit Markus und mir. Wir nehmen uns eine Stunde Zeit, schauen uns deine aktuellen Herausforderungen an und zeigen dir aus unserem Erfahrungshintergrund, wie du schnell zum Hightech-Vertrieb wirst. Die ersten drei, die sich anmelden, bekommen au\u00dferdem zwei Bestsellerb\u00fccher von Markus obendrauf. FAQ: Die wichtigsten Fragen rund um KI im Vertrieb   Was bedeutet Hightech-Vertrieb im Mittelstand konkret? Hightech-Vertrieb bedeutet, dass deine Vertriebsorganisation modern aufgestellt ist \u2013 mit aktueller Technologie, intelligenten Prozessen und einer Struktur, die zur heutigen Zeit passt. Es geht darum, KI im Vertrieb, Social Listening, datenbasierte Lead-Qualifizierung und digitale Assistenten so einzusetzen, dass dein Team mehr Umsatz und Marge generiert \u2013 und sich gleichzeitig auf das Menschliche konzentrieren kann.  Wie kann ich meinen Vertrieb digitalisieren, ohne riesige Budgets zu haben? Das Sch\u00f6ne an aktueller KI-Technologie ist, dass du mit \u00fcberschaubaren finanziellen Mitteln viel erreichen kannst. Starte mit einem Erkenntnis-Workshop, identifiziere die gr\u00f6\u00dften Hebel und beginne mit konkreten Use Cases statt mit Gro\u00dfprojekten. Ein externes Lab kann helfen, schnell Ergebnisse zu liefern, ohne deine interne IT zu blockieren.  Was ist Social Listening und wie hilft es im B2B-Vertrieb? Social Listening bedeutet, dass KI \u00f6ffentlich verf\u00fcgbare Daten aus Social Media, Pressemitteilungen und Bewertungen analysiert und daraus Verkaufschancen identifiziert. Im B2B kannst du so gezielt Unternehmen finden, die gerade mit ihrem aktuellen Anbieter unzufrieden sind oder deren Vertr\u00e4ge auslaufen \u2013 inklusive der relevanten Entscheider.  Wie \u00fcberwinde ich interne Widerst\u00e4nde wie DSGVO oder Compliance? Diese Themen sind real, aber l\u00f6sbar. Ein externes Innovationslab k\u00fcmmert sich um diese H\u00fcrden, weil dort andere Spielregeln gelten als im Mutterunternehmen. So kannst du innerhalb von 90 Tagen pilotieren, was intern jahrelang dauern w\u00fcrde \u2013 und holst die fertige L\u00f6sung dann zur\u00fcck ins Unternehmen.  Ersetzt KI den Vertriebsmitarbeiter? Nein, im Gegenteil. KI nimmt dir die Routinearbeit ab \u2013 CRM-Pflege, Besuchsberichte, Angebotserstellung. Damit kannst du dich auf das konzentrieren, was nur Menschen k\u00f6nnen: echte Beziehungen aufbauen, Vertrauen schaffen, komplexe Verhandlungen f\u00fchren. KI macht Vertrieb wieder menschlicher.    Sag mir deine Meinung Ich bin echt gespannt: Wo stehst du gerade beim Thema KI im Vertrieb? Bist du schon mitten in der Umsetzung oder noch im Klopapier-Modus? Schreib mir deine Erfahrungen, deine Herausforderungen oder deine Erfolgsgeschichten in die Kommentare. Und wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, dann teile sie gerne mit deinem Netzwerk. Welcher der f\u00fcnf Hebel ist f\u00fcr dich der spannendste? \ud83d\udd0a\ud83d\udd0a Schon geh\u00f6rt? Wenn dich das Thema KI im Vertrieb fasziniert, dann ist  25% mehr Umsatz durch KI im Vertrieb. Interview mit Larissa Kaiser die perfekte Erg\u00e4nzung. Larissa zeigt dir aus einem anderen Blickwinkel, wie KI deinen Umsatz konkret steigern kann. Ausgew\u00e4hlte Links zur Episode  Strategiegespr\u00e4ch mit Markus buchen (mit Buchgeschenk f\u00fcr die ersten 3) Markus Milz \u2013 Speaker- und Expertenseite Milz &amp;amp; Comp. \u2013 Beratung, Akademie, Netzwerk  Professionelles Pricing in turbulenten Zeiten \u2013 das Buch von Markus Milz  Dein Strategiegespr\u00e4ch mit Christopher Funk  Personen in dieser Folge   Christopher Funk auf LinkedIn Markus Milz auf LinkedIn  ","author_name":"VertriebsFunk \u2013 Vertrieb, Recruiting und Karriere","author_url":"http:\/\/vertriebsfunk.libsyn.com\/podcast","html":"<iframe title=\"Libsyn Player\" style=\"border: none\" src=\"\/\/html5-player.libsyn.com\/embed\/episode\/id\/41430950\/height\/90\/theme\/custom\/thumbnail\/yes\/direction\/forward\/render-playlist\/no\/custom-color\/eca60e\/\" height=\"90\" width=\"600\" scrolling=\"no\"  allowfullscreen webkitallowfullscreen mozallowfullscreen oallowfullscreen msallowfullscreen><\/iframe>","thumbnail_url":"https:\/\/assets.libsyn.com\/secure\/content\/202323825"}