{"version":1,"type":"rich","provider_name":"Libsyn","provider_url":"https:\/\/www.libsyn.com","height":90,"width":600,"title":"#1029 - Systemischer Vertrieb: So verkauft sich der Kunde deine L\u00f6sung selbst. Mit Frederik Me\u00dfmer","description":" Gesch\u00e4tzte Lesedauer: 11 Minuten   Du kennst das: Du sitzt im Termin. Der Kunde erz\u00e4hlt sein Problem. Und in deinem Kopf l\u00e4uft schon die L\u00f6sung \u2013 fertig formuliert, mit Demo, Use Cases und Pricing-Slide. Du h\u00f6rst kaum noch zu. Du wartest nur noch auf deinen Einsatz. Genau das ist der Grund, warum so viele Deals nicht abschlie\u00dfen. Im systemischen Vertrieb machst du es genau andersherum. Du springst nicht auf die L\u00f6sung. Du fragst dich erstmal in den Kunden hinein \u2013 mit einer Methode, die aus dem Coaching kommt und seit Jahrzehnten in der Unternehmensberatung getestet ist. In dieser Folge spreche ich mit Frederik Me\u00dfmer \u00fcber genau diesen Ansatz. Frederik ist Fractional Sales Leader, systemischer Coach und hat in den letzten zehn Jahren genau diese Methodik in Vertrieben aufgebaut \u2013 unter anderem in Healthcare und SaaS. Du lernst, wie du mit cleveren Fragen, einem klaren Gespr\u00e4chsaufbau und ein bisschen Coaching-Mindset deine Abschlussquote sp\u00fcrbar steigerst. Ohne Druck. Ohne Pitch-Marathon. Ohne Feature-Talk. Was ist systemischer Vertrieb eigentlich? Systemischer Vertrieb kommt \u2013 wie der Name vermuten l\u00e4sst \u2013 aus der systemischen Beratung und dem Coaching. Frederik wurde damals in der Unternehmensberatung gemeinsam mit dem ganzen Team zum systemischen Coach ausgebildet. Nicht, um Therapeut zu werden, sondern um Kunden besser zu verstehen. Und um genau das zu verkaufen, was sie wirklich brauchen. Die Grundidee ist einfach: Statt dem Kunden eine L\u00f6sung aufzudr\u00fccken, ziehst du sie gemeinsam mit ihm aus seiner Welt heraus. Du arbeitest nicht am Kunden, sondern mit ihm. Genau wie im Coaching: Der Coach hat keine fertige L\u00f6sung in der Tasche \u2013 er stellt die Fragen, die den Klienten zur eigenen Erkenntnis f\u00fchren. Im Vertrieb funktioniert das genauso. Du verkaufst nicht mehr aktiv. Du machst es dem Kunden m\u00f6glich, sich selbst zu \u00fcberzeugen. Das senkt den Verkaufswiderstand massiv \u2013 und das Ergebnis sind k\u00fcrzere Sales Cycles und h\u00f6here Abschlussquoten. Frederik nutzt diese Methodik seit \u00fcber zehn Jahren in seiner vertrieblichen Praxis und schult mittlerweile ganze Teams darin. Problemklau: der h\u00e4ufigste Fehler im Verkaufsgespr\u00e4ch Es gibt einen Klassiker, den ich immer wieder bei Verk\u00e4ufern beobachte \u2013 und ehrlich gesagt: Mir passiert er auch noch. Im Coaching nennt man das \u201eProblemklau&quot;. Der Kunde f\u00e4ngt an, sein Problem zu beschreiben \u2013 und du springst sofort auf die L\u00f6sung. Beispiel: Jemand sagt \u201eIch habe Probleme abzunehmen&quot;. Die typische Antwort? \u201eIss doch einfach weniger&quot; oder \u201eMach mehr Sport&quot;. Klingt logisch. Ist aber Unsinn. Denn der andere hat sich das schon hundertmal selbst gesagt. Trotzdem hat er es nicht getan. Wenn du mit so einem Standard-Ratschlag kommst, erreichst du ihn nicht. Du erreichst nur dich selbst. Im B2B-Vertrieb ist es genauso. Der Kunde sagt \u201eWir haben zu wenig qualifizierte Leads&quot;. Und der Verk\u00e4ufer? Schmei\u00dft sofort die Pipeline-Optimierung, das KI-Lead-Scoring und drei Case Studies in den Termin. Falsch. Die richtige Reaktion ist: Du fragst nach. Was hat der Kunde schon probiert? Was hat funktioniert? Was nicht? Wo brennt es wirklich? Erst, wenn du das verstanden hast, darfst du \u00fcberhaupt anfangen, \u00fcber deine L\u00f6sung zu reden. Vorher pitchst du gegen die Wand. Kl\u00e4ger, Besucher, Kunde: drei Rollen verstehen Im systemischen Verkaufen gibt es eine ganz simple Einordnung deines Gespr\u00e4chspartners. Frederik beschreibt sie so: Dein Gegen\u00fcber befindet sich entweder in der Rolle des Kl\u00e4gers, des Besuchers oder des Kunden. Und je nach Rolle gehst du komplett anders ran.  Der Kl\u00e4ger: Beschreibt sein Problem. Er klagt. Er ist frustriert. Hier darfst du auf keinen Fall zu fr\u00fch mit L\u00f6sungen kommen. Lass ihn das Problem ausbreiten. Frag tiefer rein. Erst, wenn der Schmerz wirklich auf dem Tisch liegt, ist er bereit f\u00fcr eine L\u00f6sung. Der Besucher: Schaut sich um. Hat noch keinen klaren Auftrag an dich. Wenn du den jetzt mit Demo und Pitch erschl\u00e4gst, ist er sofort weg. Stattdessen: ihn abholen, mitnehmen, Vertrauen aufbauen. Der Kunde: Hat Bewusstsein f\u00fcr sein Problem. Will aktiv etwas ver\u00e4ndern. Hier darfst du gemeinsam an der L\u00f6sung arbeiten \u2013 aber bitte erst nach sauberer Bedarfsanalyse.  Was passiert in der Praxis? Die meisten Verk\u00e4ufer behandeln jeden Gespr\u00e4chspartner wie einen Kunden. Pitch ab Minute eins. Demo ab Minute drei. Und wundern sich, warum der Termin nicht in einen Auftrag m\u00fcndet. Wenn du dagegen die Rolle deines Gegen\u00fcbers erkennst, kannst du dein Verhalten anpassen \u2013 und holst pl\u00f6tzlich Termine ab, die du sonst verloren h\u00e4ttest. Der Gespr\u00e4chsaufbau im systemischen Vertrieb: 5 Phasen Ein gutes Verkaufsgespr\u00e4ch hat im systemischen Ansatz immer den gleichen Aufbau. F\u00fcnf Phasen. In dieser Reihenfolge:  Einstieg \u2013 Smalltalk und Rahmung. Du kommst an. Der Kunde kommt an. Du kl\u00e4rst, wie ihr arbeitet (Notizen machen, Fragen stellen, Zeitfenster). Zielkl\u00e4rung \u2013 Was soll das Gespr\u00e4ch eigentlich bringen? Wann ist es f\u00fcr den Kunden ein Erfolg? Bedarfsanalyse \u2013 Was steckt wirklich dahinter? Welche Themen brennen? Was wurde bisher probiert? L\u00f6sungssuche \u2013 Erst jetzt wird \u00fcber L\u00f6sungen gesprochen. Gemeinsam. Abschluss \u2013 Commitment, n\u00e4chste Schritte, Vertrag.  Klingt unspektakul\u00e4r. Ist es auch. Aber wenn ich mir die meisten Vertriebsgespr\u00e4che anschaue, springen Leute direkt von Phase 1 in Phase 4. Smalltalk, Pitch, Demo, Angebot. Die zwei wichtigsten Phasen \u2013 Zielkl\u00e4rung und Bedarfsanalyse \u2013 werden komplett \u00fcbersprungen. Die Folge: Du verkaufst auf Basis deiner eigenen Annahmen. Nicht auf Basis dessen, was der Kunde wirklich braucht. Und das endet meistens damit, dass der Kunde sagt \u201eSchicken Sie mir mal ein Angebot&quot; \u2013 wohlwissend, dass er es nie unterschreiben wird. Er war nur h\u00f6flich. Offene und geschlossene Fragen: das richtige Werkzeug zur richtigen Zeit Die zwei wichtigsten Fragearten in der Fragetechnik im Vertrieb kennt jeder: offene und geschlossene Fragen. Aber kaum jemand setzt sie bewusst ein. Offene Fragen beginnen mit einem W: Was, wie, wo, wann, weswegen, wer. Sie \u00f6ffnen den Kunden. Sie laden zum Erz\u00e4hlen ein. Du nutzt sie vor allem in der Bedarfsanalyse, wenn du verstehen willst, was los ist. Beispiel: \u201eWas sind aktuell deine drei gr\u00f6\u00dften Herausforderungen im Vertrieb?&quot; Geschlossene Fragen kann man nur mit Ja oder Nein beantworten. Du nutzt sie zum Konkretisieren und vor allem am Ende, wenn du ein Commitment willst. Beispiel: \u201eWenn ich dir zeige, wie wir das l\u00f6sen, und Business Case und Zahlen passen \u2013 kommen wir dann zusammen?&quot; Frederik bringt noch eine spannende Variante ins Spiel: die Entweder-Oder-Frage. Wird oft bei der Terminvereinbarung benutzt. \u201ePasst es dir besser am Donnerstagnachmittag oder am Mittwochvormittag?&quot; Eigentlich sind das zwei Ja-Antworten \u2013 beide Optionen f\u00fchren zum Termin. Dem Gegen\u00fcber bleibt nur das Nein, wenn er aktiv ablehnen will. Wichtig: Warum-Fragen sind im systemischen Ansatz tabu. Warum? Weil sie den Kunden in die Rechtfertigung treiben. Frag stattdessen \u201eWas ist der Hintergrund?&quot; oder \u201eWeswegen?&quot;. Inhaltlich das Gleiche \u2013 aber \u00f6ffnender. Der moralische Vorvertrag: dein Fr\u00fchwarnsystem Eine der m\u00e4chtigsten Techniken aus dem systemischen Verkaufen ist der moralische Vorvertrag. Funktioniert so: Bevor du in die L\u00f6sungspr\u00e4sentation gehst, holst du dir vom Kunden eine bedingte Zusage. Etwa so: \u201eWenn ich dir gleich zeige, wie wir dein Problem perfekt l\u00f6sen, und der Business Case passt \u2013 kommen wir dann zusammen?&quot; Was passiert dann? Drei Antworten sind m\u00f6glich:  Ja \u2013 Super. Du kannst mit Vollgas in die L\u00f6sung. Der Kunde hat sich emotional bereits committet. Nein \u2013 Auch super. Denn jetzt wei\u00dft du sofort: Da ist noch was. Vielleicht fehlt das Budget. Vielleicht ist er nicht entscheidungsbefugt. Vielleicht laufen schon Vertr\u00e4ge mit dem Wettbewerb. Du kannst nachfragen, statt blind zu pitchen. Es kommt: \u201eSchicken Sie mir mal ein Angebot&quot; \u2013 Klassiker. Der Kunde will h\u00f6flich rauskommen. Hier kontert Frederik mit einer brillanten Frage: \u201eMache ich gerne. Was m\u00fcsste denn drinstehen, damit du es unterschreibst?&quot; Und pl\u00f6tzlich \u00f6ffnet sich das Gespr\u00e4ch wieder.  Die meisten Pipelines sind voll mit Angeboten, die nie unterschrieben werden. Genau, weil dieser moralische Vorvertrag fehlt. Wenn du ihn konsequent einbaust, wird deine Pipeline schlank und ehrlich. Time kills all deals \u2013 und nichts t\u00f6tet einen Deal schneller als ein unausgesprochenes Nein. Aktives Zuh\u00f6ren und das &quot;Was noch?&quot;-Prinzip Eine offene Frage zu stellen ist die eine Sache. Mit der Antwort umzugehen, eine ganz andere. Die meisten Verk\u00e4ufer h\u00f6ren die erste Antwort, springen dankbar drauf, weil sie passt \u2013 und verkaufen daran vorbei. Frederik bringt eine Coaching-Technik mit, die er \u201edie produktive Faulheit&quot; nennt. Du fragst: \u201eWas sind eure aktuellen Herausforderungen?&quot; Der Kunde antwortet. Und du sagst nur: \u201eWas noch?&quot; Dann nochmal: \u201eUnd was noch?&quot; Und dann nochmal. Bis der Kunde wirklich nichts mehr nennt. Klingt banal. Wirkt aber Wunder. Denn die ersten zwei, drei Antworten sind oft nur die Oberfl\u00e4che. Das wirklich brennende Thema kommt h\u00e4ufig erst beim vierten oder f\u00fcnften Mal. Und dann hast du den Hebel, an dem deine L\u00f6sung ansetzt. Wenn du die volle Liste hast, fasst du zusammen: \u201eHabe ich das richtig verstanden \u2013 das, das und das sind eure Themen. Auf welche drei davon sollen wir uns heute fokussieren?&quot; Damit l\u00e4sst du den Kunden priorisieren. Du steuerst das Gespr\u00e4ch, ohne ihn zu manipulieren. Genau das ist der Kern von systemischem Vertrieb. Das Buying Center hacken: Perspektivwechsel als Zauberwaffe Jetzt kommt der Klassiker, den ich oft h\u00f6re: \u201eDas funktioniert vielleicht im Einzelgespr\u00e4ch, aber wir haben Buying Center mit f\u00fcnf Entscheidern. Da hilft dir keine Coaching-Technik.&quot; Falsch. Genau dort ist systemischer Vertrieb am st\u00e4rksten. Denn Coaching arbeitet immer mit Systemen \u2013 ein Klient bringt ja auch immer sein Umfeld mit (Familie, Chef, Kollegen, innere Stimmen). Dasselbe Prinzip nutzt du im Buying Center. Frederik beschreibt es so: Du sitzt mit dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer am Tisch. Der ist begeistert. Aber er sagt: \u201eSprich mal mit meinem IT-Leiter, der muss das absegnen.&quot; Statt zu hoffen, dass der IT-Leiter freundlich ist, holst du ihn mit einer Perspektivwechselfrage in den Raum: \u201eMal angenommen, dein IT-Leiter h\u00e4tte heute alles mitgeh\u00f6rt, was wir besprochen haben \u2013 was, glaubst du, w\u00fcrde er sagen? Wo h\u00e4tte er Bedenken?&quot; Pl\u00f6tzlich beantwortet dir der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer die Einw\u00e4nde, die du sonst erst in Runde drei zu h\u00f6ren bekommen h\u00e4ttest. Du kannst die L\u00f6sung im selben Termin sch\u00e4rfen. Und Frederik geht noch weiter: \u201eWas muss ich mit ihm besprechen, damit er Ja sagt?&quot; Und im besten Fall: \u201eEigentlich kannst du das doch selbst entscheiden \u2013 soll ich dir den Vertrag direkt schicken?&quot; Das verk\u00fcrzt den Sales Cycle dramatisch. Wo du sonst sechs Runden gedreht h\u00e4ttest, bist du in drei durch. Und du verlierst nicht zwischendurch das Projekt, weil ein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer wechselt oder ein Stakeholder das Unternehmen verl\u00e4sst. Warum Trainings im systemischen Vertrieb so wichtig sind Hier kommt die unbequeme Wahrheit: Diese Methode liest sich einfach. Sie umzusetzen ist die H\u00f6lle. Frederik selbst hat ein halbes Jahr gebraucht, bis er die Zielkl\u00e4rungsfrage \u201eWoran w\u00fcrden Sie erkennen, dass sich der Termin heute f\u00fcr Sie gelohnt hat?&quot; im echten Gespr\u00e4ch fl\u00fcssig stellen konnte. Vorher stand sie als Spickzettel in seinem Notizbuch. Das hei\u00dft f\u00fcr dich: Einmal-Schulungen reichen nicht. Auch das beste Playbook bringt nichts, wenn du es nicht trainierst. Frederik empfiehlt \u2013 und ich teile das zu hundert Prozent \u2013 w\u00f6chentliche Pitch- oder Frage-Trainings im Team. Dein Team wird es zu Beginn hassen. Niemand stellt sich gerne in eine \u00dcbungssituation. Aber: Wer es bei den eigenen Kollegen nicht hinbekommt, bekommt es beim Kunden erst recht nicht hin. Und wer denkt \u201eich mach das beim Kunden besser&quot; \u2013 sorry, das stimmt nicht. Du machst es schlechter. Weil der Druck dort h\u00f6her ist. Mein Tipp: Setzt euch als Team einmal hin und sammelt eure besten Fragen. Pro Gespr\u00e4chsphase. Dann \u00fcbt ihr eine Frage pro Woche. Nach einem Quartal habt ihr eine echte Methodik, kein zusammengew\u00fcrfeltes Bauchgef\u00fchl. Wie viel sprichst du eigentlich? Der Gespr\u00e4chsanteil als KPI Eine sch\u00f6ne und oft untersch\u00e4tzte Kennziffer ist der Gespr\u00e4chsanteil im Verkaufsgespr\u00e4ch. Klassische Daumenregel: Der Kunde sollte mehr reden als du. Bei reinen Discovery-Calls liegt der ideale Sweet Spot bei rund 40 % Verk\u00e4uferanteil. Frederik arbeitet aktuell mit einem Team, das bei \u00fcber 60 % Gespr\u00e4chsanteil liegt. Warum? Viele Demos. Macht in dem Setting kurzzeitig Sinn \u2013 langfristig nicht. Sein Ziel: Sie unter 55 % zu dr\u00fccken. Mit modernen Tools wie Demodesk oder \u00e4hnlichen Gespr\u00e4chs-Recordern kannst du das heute automatisch tracken. Ein digitaler Coach l\u00e4uft mit, transkribiert, analysiert und gibt dir konkrete Hinweise. Frederik setzt solche Tools selbst aktiv ein \u2013 auch in seinen eigenen Mandaten. Das ist deutlich g\u00fcnstiger als ein dauerhaft eingekaufter externer Trainer und liefert messbare Ergebnisse. Quick Takeaways: das Wichtigste auf einen Blick  Kein Problemklau \u2013 Spring nicht auf L\u00f6sungen, bevor du das Problem wirklich verstanden hast. Rolle erkennen \u2013 Kl\u00e4ger, Besucher oder Kunde? Pass dein Verhalten an. 5 Phasen \u2013 Einstieg, Zielkl\u00e4rung, Bedarfsanalyse, L\u00f6sungssuche, Abschluss. In dieser Reihenfolge. Moralischer Vorvertrag \u2013 Hol dir die bedingte Zusage, bevor du pitchst. \u201eWas noch?&quot; \u2013 Frag drei Mal mehr nach, als du normalerweise w\u00fcrdest. Perspektivwechsel \u2013 Hol fehlende Stakeholder virtuell in den Raum. Training schl\u00e4gt Talent \u2013 W\u00f6chentliche \u00dcbungen sind nicht optional, sondern Pflicht.  Fazit: Vom Pitch-Maschine zum echten Berater Wenn du eine Sache aus dieser Folge mitnimmst, dann diese: H\u00f6r auf, deinem Kunden zu sagen, was sein Problem ist. Frag ihn. Systemischer Vertrieb ist keine Geheimwissenschaft \u2013 es ist die Disziplin, die Klappe zu halten und stattdessen die richtigen Fragen zu stellen. Der Kunde f\u00fchlt sich verstanden. Du baust Vertrauen auf. Und pl\u00f6tzlich verkauft sich deine L\u00f6sung fast von selbst \u2013 weil der Kunde gemeinsam mit dir den Weg dahin gegangen ist. Kein Druck. Kein Pitch. Kein \u201eSchicken Sie mal ein Angebot, das in der Schublade verschwindet&quot;. Wenn du als Vertriebsleiter merkst, dass dein Team zu viel im Feature-Talk h\u00e4ngt und zu wenig fragt: Fang mit einer einfachen Fragenliste pro Gespr\u00e4chsphase an. Etabliere w\u00f6chentliche \u00dcbungssessions. Und \u00fcberleg, ob ein systemisches Coaching-Format euch nicht den entscheidenden Hebel liefert. Wenn du tiefer einsteigen willst: Buch dir ein Strategiegespr\u00e4ch mit mir. Wir schauen gemeinsam, wo dein Vertrieb gerade steht und welche Hebel am schnellsten wirken.  Hier geht's zum Termin. FAQ zum systemischen Vertrieb   Was ist der Unterschied zwischen systemischem Vertrieb und klassischem Verkauf? Klassischer Verkauf arbeitet mit Pitch und L\u00f6sungspr\u00e4sentation. Systemischer Vertrieb dreht den Spie\u00df um: Du stellst Fragen, h\u00f6rst aktiv zu und f\u00fchrst den Kunden gemeinsam mit ihm zu seiner eigenen Erkenntnis. Das senkt den Verkaufswiderstand und f\u00fchrt zu nachhaltigeren Abschl\u00fcssen, weil der Kunde die L\u00f6sung als seine eigene wahrnimmt. Welche Fragetechniken sind im B2B-Vertrieb am wirkungsvollsten? Offene W-Fragen f\u00fcr die Bedarfsanalyse, Skalenfragen zur Priorisierung, hypothetische Fragen f\u00fcr Perspektivwechsel und geschlossene Fragen f\u00fcr den Abschluss. Vermeide Warum-Fragen, weil sie den Kunden in die Rechtfertigung treiben. Nutze stattdessen \u201eWeswegen?&quot; oder \u201eWas ist der Hintergrund?&quot;. Funktioniert systemischer Vertrieb auch in komplexen Buying Centern? Ja, gerade dort entfaltet er seine gr\u00f6\u00dfte Wirkung. \u00dcber Perspektivwechselfragen holst du fehlende Stakeholder virtuell in den Raum und kannst Einw\u00e4nde vorwegnehmen. Das verk\u00fcrzt den Sales Cycle deutlich und reduziert das Risiko, dass dein Deal an einem unerwarteten Entscheider scheitert. Was ist der moralische Vorvertrag im Verkaufsgespr\u00e4ch? Der moralische Vorvertrag ist eine bedingte Zusage des Kunden vor der L\u00f6sungspr\u00e4sentation. Du fragst sinngem\u00e4\u00df: \u201eWenn ich dir zeige, wie wir dein Problem perfekt l\u00f6sen, und Zahlen passen \u2013 kommen wir zusammen?&quot; Das filtert echte Interessenten von h\u00f6flichen Absagern und h\u00e4lt deine Pipeline sauber. Wie trainiere ich mein Vertriebsteam in systemischem Verkaufen? Einmal-Schulungen reichen nicht. Etabliere w\u00f6chentliche \u00dcbungssessions im Team, in denen Verk\u00e4ufer Fragen aneinander durchspielen. Arbeite mit Gespr\u00e4chsaufzeichnungen und KI-gest\u00fctzten Coaching-Tools. Erstelle eine Fragenliste pro Gespr\u00e4chsphase und \u00fcbe diese systematisch ein. Konsequenz schl\u00e4gt Genie.   Anleitung: Dein erstes Gespr\u00e4ch im systemischen Vertrieb   In sechs Schritten zu deinem ersten Gespr\u00e4ch nach der systemischen Methode \u2013 sofort umsetzbar.  Smalltalk und Rahmung \u2013 Komm an, lass den Kunden ankommen. Kl\u00e4r die Spielregeln: Zeitfenster, Notizen, gegebenenfalls digitaler Assistent. Zielkl\u00e4rung \u2013 Frag: \u201eWoran w\u00fcrdest du erkennen, dass dieses Gespr\u00e4ch heute ein Erfolg war?&quot; Dann Klappe halten. Bedarfsanalyse mit \u201eWas noch?&quot; \u2013 Stell offene Fragen. Frag drei Mal mehr nach, als du dich traust. Lass den Kunden priorisieren. Moralischer Vorvertrag \u2013 Hol dir vor der L\u00f6sung die bedingte Zusage: \u201eWenn alles passt, kommen wir zusammen?&quot; L\u00f6sung pr\u00e4sentieren \u2013 Erst jetzt. Auf Basis dessen, was der Kunde dir gegeben hat. Nicht auf Basis deiner Annahmen. Abschluss mit klaren n\u00e4chsten Schritten \u2013 Wer entscheidet wann? Welche Stakeholder m\u00fcssen mit? Schick proaktiv die Materialien f\u00fcr die n\u00e4chste Runde.    Was nimmst du mit? Hand aufs Herz: Wo ertappst du dich am h\u00e4ufigsten beim Problemklau? Pitchst du zu fr\u00fch? Sprichst du zu viel? Schreib mir gerne auf  LinkedIn \u2013 ich bin gespannt, welche dieser Techniken du diese Woche zuerst ausprobierst. Und wenn dir die Folge weitergeholfen hat, teile sie mit jemandem aus deinem Vertriebsteam. Aktives Zuh\u00f6ren ist eine Mannschaftssportart. \ud83d\udd0a\ud83d\udd0a Schon geh\u00f6rt? Wenn dich die Themen Fragetechnik und Gespr\u00e4chsf\u00fchrung gerade packen, dann passt diese Folge perfekt:  Aktives Zuh\u00f6ren im Vertrieb: So wird deine Kommunikation zur Superpower. Dort gehe ich noch tiefer auf die vier Ebenen der Kommunikation ein \u2013 die perfekte Erg\u00e4nzung zum systemischen Vertrieb. Ausgew\u00e4hlte Links zur Episode  \ud83d\udccc  Dein Strategiegespr\u00e4ch mit Christopher Funk \ud83d\udccc Demodesk \u2013 KI f\u00fcr den Vertrieb: Aufzeichnung, Coaching und CRM-Pflege automatisiert \ud83d\udccc Langdock \u2013 Die Plattform f\u00fcr AI Adoption: KI sicher und flexibel im Unternehmen ausrollen \ud83d\udccc VertriebsFunk Podcast \u2013 alle Folgen  Personen in dieser Folge  \ud83d\udc64  Christopher Funk bei LinkedIn \u2013 Vertrieb l\u00f6st alle Probleme. \ud83d\udcb6 Und wir l\u00f6sen dein Vertriebsproblem \ud83d\ude80 \ud83d\udc64 Frederik Me\u00dfmer bei LinkedIn \u2013 Fractional Sales Leader, systemischer Coach, Sales Architect (Healthcare &amp;amp; SaaS)  ","author_name":"VertriebsFunk \u2013 Vertrieb, Recruiting und Karriere","author_url":"http:\/\/vertriebsfunk.libsyn.com\/podcast","html":"<iframe title=\"Libsyn Player\" style=\"border: none\" src=\"\/\/html5-player.libsyn.com\/embed\/episode\/id\/41126940\/height\/90\/theme\/custom\/thumbnail\/yes\/direction\/forward\/render-playlist\/no\/custom-color\/eca60e\/\" height=\"90\" width=\"600\" scrolling=\"no\"  allowfullscreen webkitallowfullscreen mozallowfullscreen oallowfullscreen msallowfullscreen><\/iframe>","thumbnail_url":"https:\/\/assets.libsyn.com\/secure\/content\/201485975"}