{"version":1,"type":"rich","provider_name":"Libsyn","provider_url":"https:\/\/www.libsyn.com","height":90,"width":600,"title":"#2021-004 Interview mit Markus von Pescatore zu Fo\u0308rderungen von IT-Projekten","description":"Ingo L\u00fccker: Herzlich willkommen, lieber Markus hier beim IT-Manager-Podcast. Sch\u00f6n, dass du zum Interview da bist und dass du Zeit hattest, dir das einrichten konntest. Stell doch mal so ein bisschen deine Person vor. Wo kommst du her? Was hast du urspr\u00fcnglich mal gemacht? Was hat dich dann zum Thema F\u00f6rderung eigentlich gebracht? #00:00:36-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Ja, vielen Dank erst einmal f\u00fcr die Einladung f\u00fcr diesen Podcast. Ja, wo komme ich urspr\u00fcnglich her? Du meinst beruflich nat\u00fcrlich. Also ich habe urspr\u00fcnglich Betriebswirtschaftslehre studiert, bin also Diplom-Kaufmann in Richtung Controlling und Marketing, habe dann anschlie\u00dfend mit 19 mich selbstst\u00e4ndig gemacht. Da hatte ich also, wie man es erkennen kann, noch nicht angefangen zu studieren. Dann habe ich mit Ende zwanzig alle meine Anteile, die ich von meinem Unternehmen hatte, verkauft, habe dann so ungef\u00e4hr ein, anderthalb Jahre lang Pause gemacht, bin dann in einem Coaching-Unternehmen. Bei meinem Vater habe ich gestartet, das haben wir zusammen aufgebaut und in diesem Zuge kam dann halt die Thematik, dass ein Kunde auf mich zukam und meinte, dank des Coachings konnte ich jetzt mein Unternehmen weiter ausbauen. Ich kriege auf eine Investition von drei Millionen Euro drei\u00dfig Prozent als Zuschuss. Und dann hatte ich ihn gefragt, oh, interessant, wie lange wirst du denn brauchen, um das zur\u00fcckzubezahlen? Und dann meint er, nee, nee, denn das ist ein nicht r\u00fcckzahlbarer Zuschuss. Also das hei\u00dft, ich muss ihn nicht zur\u00fcckbezahlen. Und dann dachte ich in dem Moment, oh, 900.000 Euro kriegt er vom Staat geschenkt, in Anf\u00fchrungsstriche, da musst du dich drum k\u00fcmmern, Markus. Und so habe ich dann angefangen, Lehrg\u00e4nge zu belegen. Habe gesehen, es gibt kein Studium daf\u00fcr. Das gibt es erst neuerdings. Damals waren es nur Lehrg\u00e4nge, habe eins nach dem anderen belegt und habe dann anschlie\u00dfend in 2017 ein F\u00f6rdermittel Beratungsunternehmen in Erfurt gekauft. Das war f\u00fcr die Georg Gl\u00e4ve GmbH. Die besteht seit 1991. Von dem bin ich der Nachfolger. Und dann habe ich halt in Erfurt die Mitarbeiter gehabt. Die wollten aber in Rente gehen. Das waren nur noch zwei, die da waren und somit habe ich in Berlin neu gestartet. So ist das Ganze mal entstanden. #00:02:24-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Cool. Du sagst, da gibt es jetzt ein Studium zu dem Thema F\u00f6rderung tats\u00e4chlich, oder? #00:02:30-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Man kann jetzt F\u00f6rdermittel, Manager oder sowas studieren. Ich glaube, es gibt einen Lehrgang mittlerweile. Es ist aber halt grunds\u00e4tzlich eine Mischung aus, wie soll man sagen, Steuerberatung, BWL. Das hei\u00dft, es geht halt h\u00e4ufig um gewisse Fragen, die man sich stellt, wie in der Steuerberatung. Also wenn ich zum Beispiel ein F\u00f6rderprojekt ansetzen m\u00f6chte, muss ich gegebenenfalls etwas aktivieren in der Bilanz, damit es \u00fcberhaupt gef\u00f6rdert werden kann. Und in dem Moment besch\u00e4ftigen wir uns halt mit, ja, Bilanzen et cetera, was ist aktivierungsf\u00e4hig und was nicht. Und dann sind wir quasi schon \u00e4hnlich wie eine Steuerberatung unterwegs. #00:03:08-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Naja, okay. Naja, sehr gut. Ja, das F\u00f6rderungsthema ist nat\u00fcrlich ein total spannendes. Aber neben diesem Thema, wenn du nicht beruflich unterwegs bist, was gibt es denn da f\u00fcr Hobbys, auch wenn wir gerade in einer besonderen Situation sind? Welchen Hobbys fr\u00f6nst du sonst? #00:03:27-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Ja, ich habe zwei Kinder, also habe ich immer viel zu tun. Die sind sechs und drei. Aber ansonsten, ich habe jahrelang American Football gespielt. Ich habe jahrelang Fu\u00dfball und Basketball gespielt und ich interessiere mich in letzter Zeit verst\u00e4rkt f\u00fcr Schach. #00:03:43-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Ja, sehr cool. Ja, das geht nat\u00fcrlich auch unter solchen Bedingungen. (lacht) #00:03:47-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Das geht da runter. Es geht halt, unter solchen Bedingungen ist das Ganze entstanden, nach dem Motto \u201eWelchen Sport kannst du noch machen?\u201c Und dann bin ich, ganz ehrlich, habe ich die Serie das \u201eDamengambit\u201c gesehen. Und in dem Moment ging es dann los, als ich gesagt habe, okay, gut, wieso f\u00e4ngst du nicht selber mal wieder an zu spielen? Und in dem Sinne war es die einzige M\u00f6glichkeit, mit anderen wieder Kontakt aufzunehmen und zu sagen, lass mal eine Partie spielen. Und so ist das Ganze dann entstanden und seitdem habe ich mich mehr damit besch\u00e4ftigt als jemals zuvor. #00:04:14-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Okay. Du hattest jetzt ja noch nicht die M\u00f6glichkeit zum Studium zu diesem Thema. Wie hast du dich oder wie h\u00e4ltst du dich dann auch auf dem Laufenden? Und woher bekommst du denn immer die aktuellsten Informationen? Ist das so ein st\u00e4ndiger Lernprozess, der eigentlich nie aufh\u00f6rt oder wie muss ich mir das vorstellen? #00:04:33-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Genau so ist es. Also das hei\u00dft, man ist in ganz, ganz vielen Newslettern angemeldet. Man hat auch h\u00e4ufig Konferenzen, die man besuchen kann von den ganzen Investitionsbanken. Also das hei\u00dft, da geht es schon mal los, gibt einen Unterschied zwischen Kreditbanken, Investitionsbanken, Investmentbanken et cetera. Und das hei\u00dft, bei den Investitionsbanken, das gibt es bei jedem Bundesland. Es hat unterschiedliche Programme. Und da gehen wir dann regelm\u00e4\u00dfig zu Veranstaltungen. Dann m\u00fcssen wir mit den Leuten, die da sind, sprechen und L\u00f6sungen finden und Themen besprechen. Und so kriegt man halt das den Input, was haben die gerade vor und was wird gemacht. Auf der anderen Seite lese ich mir zum Beispiel jedes Wahlprogramm durch. Nicht nur, um w\u00e4hlen zu gehen, sondern um auch zu sehen, was wird auf uns zukommen. Also wir werden ganz viel zum Thema Nachhaltigkeit und Energie bekommen, egal wer gew\u00e4hlt wird. Und so wissen wir halt, okay, wir sollten uns mit diesen Themen nochmal mehr auseinandersetzen. So holt man sich sein Knowhow. Oder so wie ich es auch gemacht habe. Man geht zu anderen Beratern und in dem Falle habe ich mir das Knowhow mit eingekauft. Naja. Aber man muss ja trotzdem lernen irgendwo. #00:05:48-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Jetzt sind wir ja hier beim IT-Manager-Podcast und F\u00f6rderungen sind jetzt nicht direkt ein IT-Thema. Aber welche Schnittmengen gibt es hier denn eigentlich, wo, ja ich sage mal, Unternehmen davon profitieren k\u00f6nnen, gerade auch in ihrer IT zu investieren? #00:06:05-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Ja, es gibt unterschiedliche Schnittmengen. Die eine Schnittmenge ist, dass ein Unternehmen sich IT-Dienstleistungen, zum Beispiel die Implementierung einer Cloud-Struktur, die IT-Sicherheit, die Schaffung von digitalen Gesch\u00e4ftsprozessen zum Beispiel \u00fcber Formulare, \u00fcber Genehmigungsprozesse, \u00fcber, ich sage jetzt mal, das Handwerksunternehmen, das digitalisiert wird, vorher ist man rausgegangen und hat letztendlich auf einem Blatt Papier einen Auftrag gehabt, hat den abgearbeitet, hat ein Foto gemacht. Das war vielleicht auf einer SD-Karte jetzt, fr\u00fcher nicht, und so weiter und so fort. Und heute kann man quasi als Handwerker mit einem Laptop rausgehen, Fotos machen, diese direkt ablegen beim Unternehmen, man kann Prozesse direkt vom iPad oder von einem Surface, was auch immer, direkt starten. Und man verliert die Unterlagen nicht. Man kann digitale Projekt-Akten bei der Baustelle zum Beispiel haben, dass die Subunternehmer, die Bauherren, wer auch immer, drauf zugreifen kann. Man m\u00f6chte also die Kommunikation zum Beispiel vereinfachen. Es ist schwierig, dass die Hardware gef\u00f6rdert wird. Es gibt die theoretische M\u00f6glichkeit. Ja, die gibt es. Aber das ist halt nicht so einfach. Es ist zum Beispiel die eine Schnittmenge, also die Dienstleistungen bei den Systemh\u00e4usern. Die zweite M\u00f6glichkeit, die es gibt, ist zum Beispiel, dass sogar Systemh\u00e4usern oder Software-Unternehmen die Herstellung von Software sich bezuschussen lassen k\u00f6nnen. Also Beispiel, ich habe hier ein Unternehmen in Berlin gerade. Das erweitert das Team um ungef\u00e4hr zwanzig Mitarbeiter. Die wollen also ihre eigene Software ausbauen. Das hei\u00dft, die programmieren und machen zum Teil auch, ja, k\u00fcnstliche Intelligenz und programmieren Chatboxen und \u00c4hnliches. Die haben so eine Community-Plattform, die sie betreiben und f\u00fcr das Einstellen der Mitarbeiter k\u00f6nnen sie einen Zuschuss bekommen und da wird es wieder kompliziert, ja, weil die d\u00fcrfen halt zum Beispiel das zehnfache von den Sachausgaben, die sie haben, als Personalkosten ansetzen. Ist aber in Brandenburg schon wieder anders, da sind es nur das F\u00fcnffache und so muss man sich das angucken. Und das hei\u00dft, die Personalkosten werden zum Beispiel f\u00fcr einen Mitarbeiter zwischen 30 und 72.000 Euro, also genau genommen 24 und 72.000 in Berlin. In Brandenburg sind es wieder maximal 50.000. Jetzt siehst du schon, wie kompliziert sowas wird, dass daf\u00fcr zwei Jahre pro Mitarbeiter angesetzt werden. Davon kriegt man dann so vielleicht drei\u00dfig Prozent zur\u00fcck. Lange Rede, kurzer Sinn. Der investiert in ungef\u00e4hr zwanzig Mitarbeiter und k\u00f6nnte oder kann Pi-mal dauernd eine Million als Zuschuss bekommen daf\u00fcr, dass es Software programmiert. Warum ist das so in dem Falle? Weil bei Software-Unternehmen in der Regel die Sache Investition sehr gering sind. Das hei\u00dft ein Tisch, zwei PCs, drei Bildschirme, das ist jetzt nicht die Rieseninvestition gegen\u00fcber den Geh\u00e4ltern. Und deswegen kann man sagen, digitale Gesch\u00e4ftsmodelle, in welcher Form auch immer, sind in Zukunft mit Sicherheit interessant und gegebenenfalls f\u00f6rderf\u00e4hig. Und die Dienstleistungen von IT-Systemh\u00e4usern, sei es wie gesagt die Cloud-Struktur oder, oder, ist genauso grunds\u00e4tzlich momentan f\u00f6rderf\u00e4hig. #00:09:24-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Ja, wenn wir hier von IT-Systemh\u00e4usern sprechen wir nat\u00fcrlich auch von IT-Dienstleistern, weil nicht mehr jedes IT-Unternehmen kategorisiert sich da sicherlich als IT-Systemhaus. Aber genau die passen da auf jeden Fall zu. Da gibt es sehr viele Schnittmengen dazu, gerade die von dir genannten IT-Dienstleistungen, IT-Sicherheit, digitale Gesch\u00e4ftsprozesse f\u00f6rdern zu lassen in den verschiedenen Bereichen. Welche sind denn so die wichtigsten Aspekte bez\u00fcglich F\u00f6rderung, was Unternehmen beachten sollten? #00:09:53-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Die wichtigsten Aspekte sind \/ Es gibt immer drei Aspekte, die beachtet werden m\u00fcssen. Nummer eins ist: Ist das Unternehmen, das einen Zuschuss haben m\u00f6chte, f\u00f6rderf\u00e4hig? Nummer zwei ist: Ist der Berater, die Agentur, wer auch immer, die die Arbeit jetzt macht, ist das f\u00f6rderf\u00e4hig? Also der Berater f\u00f6rderf\u00e4hig? Und das dritte ist: Ist der Gegenstand des F\u00f6rdervorhabens f\u00f6rderf\u00e4hig? Das ist die Frage, ja? Ich habe vorhin noch vergessen zu erw\u00e4hnen, dass zum Beispiel Automation und Webdesign zum Beispiel auch mit gef\u00f6rdert werden kann mittlerweile, eine Erstellung von Webshops et cetera bedeutet also, ein Unternehmen sagt: Ich m\u00f6chte jetzt eine IT- Struktur oder einen Webshop bauen, der direkt ans Warenwirtschaftssystem angebunden ist und dieses Unternehmen geht jetzt zu einem ITler. Dann k\u00f6nnte es sein, dass entweder das Unternehmen nicht f\u00f6rderf\u00e4hig ist. Warum? Es ist im falschen Bundesland, es ist in der falschen Branche, es ist vielleicht zu gro\u00df, der Jahresumsatz ist zu hoch, die Jahresbilanzsumme ist zu hoch. Es k\u00f6nnte aber auch sein, dass der Berater nicht autorisiert, zertifiziert ist oder dass der Gegenstand, das ist in dem Fall jetzt aber f\u00f6rderf\u00e4hig, nicht f\u00f6rderf\u00e4hig ist. Das ist machbar. Also zum Beispiel er will einen K\u00fchlschrank kaufen. Dann w\u00e4re das jetzt in dem Moment nicht f\u00f6rderf\u00e4hig. Bedeutet also, es gibt in der F\u00f6rdermittelwelt gewisse Sachen, die man beachten muss. Darunter z\u00e4hlt zum Beispiel, dass man kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen f\u00f6rdern m\u00f6chte und nicht Gro\u00dfkonzerne. Und deswegen wird ein kleines und mittelst\u00e4ndisches Unternehmen in der Regel dadurch kategorisiert, dass es eine Anzahl von Mitarbeitern gibt, eine Anzahl oder eine Summe der Bilanzsumme, die erreicht werden darf oder des Jahresumsatzes, um eingestuft zu werden, ja? Also zum Beispiel null bis zehn Mitarbeiter ist ein Kleinstunternehmen. Zehn bis f\u00fcnfzig Mitarbeiter ist ein Kleinunternehmen. \u00dcber 249 Mitarbeiter ist es ein Gro\u00dfunternehmen. Das hei\u00dft also, diese Schwellen hat man. Sobald man diese Anzahl \u00fcberschritten hat, kann es sein, dass man keinen Zuschuss bekommt. Ansonsten w\u00fcrde alles passen. So kleinteilig muss man sich das manchmal angucken. #00:12:10-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: H\u00f6rt sich sehr komplex an und ich meine, es ist eine sch\u00f6ne \u00dcberleitung zu meiner n\u00e4chsten Fragestellung auch. Warum sollte man denn eigentlich mit einem Beratungsunternehmen oder mit Experten wie euch zusammenarbeiten? Ich meine, die Komplexit\u00e4t dieses Themas zeigt es eigentlich. #00:12:27-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Unter anderem, ja, man muss sich also angucken, habe ich \u00fcberhaupt die Chance, ein Jahr F\u00f6rdermittel zu bekommen? Also ich habe letztens einen Vortrag gehalten und dann hat sich jemand bei mir gemeldet und hat gesagt, bevor wir an die Honig-T\u00f6pfe rankommen, lass uns doch erst einmal gucken, meinte ich zu ihm, ob der \u00fcberhaupt f\u00f6rderf\u00e4hig ist. Und nach, ich sage jetzt mal, zwanzig Minuten sind wir zu dem Entschluss gekommen, ist er nicht. Und somit war halt die gesamte Arbeit, das gesamte Einholen von Angeboten, die gesamte Hoffnung, einen Zuschuss zu bekommen, der gesamte Aufwand, mit Beratern zu sprechen et cetera war dann in dem Moment eigentlich ad acta gelegt. Das hei\u00dft, er konnte dann ganz normal seinen Weg w\u00e4hlen, denn bei F\u00f6rderungen ist es ja so, man muss in der Regel einen Plan einhalten. Man darf zum Beispiel nicht anfangen, bevor es eine Bewilligung gab. So das hei\u00dft also, man stellt zum Beispiel einen Antrag, dann wird dieser Antrag bewilligt. Wenn ich vorher gestartet habe, egal in welcher Form auch immer, ist das gesamte Projekt zum Beispiel nicht mehr f\u00f6rderf\u00e4hig. Und so gibt es kleine Sachen, auf die man achten muss, die dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, dass ein Unternehmen den Zuschuss nicht bekommt. Und man muss auch eins sagen, es gibt halt, ich nenne es jetzt mal kleinere Projekte 20.000, 30.000 Euro. Es gibt aber bei den Gro\u00dfprojekten, wenn wir hier eine neue Halle oder Maschine zum Beispiel eine F\u00f6rderung daf\u00fcr einholen, dann kann es durchaus sein, dass w\u00e4hrend man eine neue Halle baut, feststellt, da ist ja noch ein Blindg\u00e4nger vom Zweiten Weltkrieg und somit das gesamte Projektvorhaben, ja also die Kalkulation ist dann pass\u00e9. Das hei\u00dft also, man muss sich in dem Moment damit auseinandersetzen, was machen wir denn jetzt? Ja, wir werden keine Zeiten einhalten k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen jetzt eventuell evakuieren. Wir m\u00fcssen jemanden kommen lassen. Wir haben mehrere Aufwendungen als gedacht und dann ist es gut, jemanden zu haben, der sich auskennt. Vereinfacht ausgedr\u00fcckt, wenn ich eine Reise buche ins Ausland, und ich habe null Probleme, dann f\u00e4llt das ja gar nicht auf. Aber in dem Moment, wo irgendein Flugzeug nicht fliegt, aus welchem Grund auch immer, geht der Stress los. Und das ist bei F\u00f6rdermitteln genauso. #00:14:39-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Das hei\u00dft, ihr unterst\u00fctzt ganz konkret auch bei Antragstellung. Das ist also mit einer der Hauptaspekte auch nicht nur dort zu beraten, sondern vor allen Dingen auch bei solchen Antr\u00e4gen die Unternehmen zu unterst\u00fctzen. #00:14:53-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Wir unterst\u00fctzen. Wir machen also die gesamte Antragsstellung, unterst\u00fctzen wir bei der Bewilligung, dann geht der ganze Prozess eigentlich los. Also die ganze Arbeit, da unterst\u00fctzen wir auch. Bei den Gro\u00dfprojekten ist Vergaberecht ein ganz, ganz gro\u00dfes Thema. Theoretisch ist es so, wenn du zum Beispiel eine Halle bauen m\u00f6chtest und da kommt jetzt der Hallenbauer und m\u00f6chte die Halle verkaufen und der Kunde kriegt den Zuschuss, dann muss man leider sagen, er muss jetzt ein Vergaberecht f\u00fcr diese Halle machen. Also muss also ein Auswahlverfahren nach einem Vergabeverfahren. Das ist gar nicht so einfach. Das hei\u00dft also, das Ganze betreuen wir und begleiten wir und das ist in der IT genauso. Und da drunter muss man sich dann vorstellen, dass es darum geht, dass der ITler die richtigen Rechnungen stellt, dass die Kontoausz\u00fcge so richtig sind, dass der Verwendungsnachweis richtig gemacht ist, vorweg \u00fcberhaupt die Antragsstellung richtig ist et cetera. Ja, das begleiten wir von vorne bis zum Schluss. #00:15:47-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Super. Jetzt hattest du vorhin einen der Aspekte genannt, dass auch der Berater f\u00f6rderf\u00e4hig sein muss. Ich wei\u00df jetzt, es gibt bestimmte F\u00f6rderungen wie \u201ego-digital\u201c. Da muss man tats\u00e4chlich f\u00fcr auch akkreditierte Partner sein. Auch bei solchen Akkreditierungen unterst\u00fctzt ihr? #00:16:06-0# Markus von Pescatore: Ja, das machen wir. Der Hintergrund der Geschichte ist, und das hat mir bei der letzten Frage gehabt, wir sprechen hier immer von Steuergeldern. Das bedeutet also, der Staat sagt, und jetzt m\u00f6chte ich niemandem zu nahetreten, tags\u00fcber irgendwas anderes, abends ITler. Geht nicht, ja? Er m\u00f6chte halt, dass wenn das Unternehmen sagt, ich m\u00f6chte einen Zuschuss von zum Beispiel 15.000 Euro bekommen, nur Zuschuss, was bei f\u00fcnfzig Prozent an einem Projekt Summe von 30.000 Euro ergibt. Wenn wir diese 15.000 Euro jetzt mehrmals rausgeben, dann m\u00f6chten wir, dass das IT-Unternehmen ein vern\u00fcnftiges IT-Unternehmen ist. Und das hei\u00dft, man muss dann zum Beispiel zu diesen F\u00f6rderstellen gehen, einen Papierkram ausf\u00fcllen, wer bin ich? Was mache ich? Hier sind Referenzen. Damit ist nicht gemeint. Hier ist ein Logo, was ich mal betreut habe. Hier sind Bilanzen. Ihr k\u00f6nnt euch angucken. Mir geht es ganz gut. Ich kann das Unternehmen oder ich kann den Unternehmern helfen. Und deswegen m\u00f6chte ich bei euch quasi akkreditiert werden. Und es gibt F\u00f6rderstellen, da muss man akkreditiert sein und es gibt welche, da muss man es nicht. Aber daran erkennt man auch schon das Problem des Alltags, ein Unternehmen kommt auf mich zu und sagt, ich m\u00f6chte ein Programm nutzen. Ich habe hier einen ITler. Markus, bitte macht das fertig. Und dann muss ich sagen, leider ist dein ITler nicht akkreditiert. Das Programm kannst du nicht nutzen. Also theoretisch schon. Da sind wir wieder bei dem Thema, das Beratungsunternehmen ist nicht akkreditiert. Das Unternehmen, was die F\u00f6rderung haben m\u00f6chte, das w\u00e4re f\u00f6rderf\u00e4hig. Das Vorhaben ist f\u00f6rderf\u00e4hig und somit funktioniert das wieder nicht. #00:17:44-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Okay, ja, gut zu wissen dort. Und einer der Fragen, die h\u00e4ufig auch in den letzten Monaten auf mich zugekommen ist, die ich so gar nicht beantworten konnte. Wie h\u00e4ufig kann man als Unternehmen eigentlich F\u00f6rderungen in Anspruch nehmen? Also h\u00e4ufig gibt es ja so kleine Klauseln, die man dann mit einhaken muss. Und wenn ich jetzt so eine F\u00f6rderung, meinetwegen wie \u201ego-digital\u201c oder eine andere F\u00f6rderung in Anspruch genommen, kann ich die mehrmals in Anspruch nehmen? Ist das nur einmalig? K\u00f6nnen diese Dinge auch miteinander kombiniert werden? Wie muss ich mir das als Unternehmen vorstellen? #00:18:17-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Also grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen die gesamten Zusch\u00fcsse kombiniert werden. Das muss man sich so vorstellen, es gibt F\u00f6rdert\u00f6pfe, die unterliegen der sogenannten De-minimis-Erkl\u00e4rung und manche nicht. De-minimis ist also die kleinen Beihilfen. Bedeutet, dass wir, wenn wir nicht gerade im Stra\u00dfeng\u00fcterverkehr t\u00e4tig sind, 200.000 Euro als Zuschuss bekommen d\u00fcrfen. Bedeutet, dass die F\u00f6rderstellen sagen, wir wollen ja Unternehmen unterst\u00fctzen und f\u00f6rdern. Ich komme gleich dazu, wie das Ganze mal entstanden ist. Aber wir wollen halt nicht ein Unternehmen extrem stark f\u00f6rdern gegen\u00fcber dem anderen. Das hei\u00dft, wir wollen eine Grenze von zum Beispiel 200.000 Euro einf\u00fchren und das ist der Zuschuss, den er bekommen darf. So bedeutet, dass sobald diese 200.000 Euro erreicht sind in einem rollierenden System, also das geht alle zwei, drei Jahre nochmal neu los, dann kann man wieder andere Sachen beantragen, kann man unterschiedliche F\u00f6rderung beantragen. Deswegen gibt es manchmal so einen Beihilfe-Wert, der genannt wird, der eingetragen werden muss, damit die n\u00e4mlich sehen k\u00f6nnen, bei einer Antragstellung haben wir diese 200.000 Euro erreicht. Es gibt aber F\u00f6rdert\u00f6pfe, wie zum Beispiel beim Bau von Hallen und Maschinen, da unterliegt man nicht der De-minimis- Regelung, da kann man durchaus zwei, drei, vier, f\u00fcnf, zehn Millionen als Zuschuss bekommen. Da gibt es diese Grenze von 200.000 Euro nicht. Und das hei\u00dft also, du hast vorhin \u201ego-digital\u201c genannt. Man kann bei gewissen F\u00f6rderstellen h\u00e4ufig mehrere Antr\u00e4ge stellen. Man hat aber eine H\u00f6chstsumme. Also man darf zum Beispiel bei \u201ego-digital\u201c 16.500 Euro maximal Zuschuss bekommen. Wenn ich also ein Projekt habe von, sagen wir, 5.000 Euro, und ich kriege 2.500 wieder, dann habe ich nicht 16.500 verwendet, dann kann ich noch mehr Antr\u00e4ge stellen. Jetzt sieht man aber wieder, wie wichtig es ist, jemanden wie einen Berater zu haben, der sich da drin auskennt. Der w\u00fcrde n\u00e4mlich sagen, wenn das jetzt jemand vorhat, w\u00fcrde ich sagen, pass auf, stand jetzt wird Ende des Jahres der Topf beendet, du hast keine Zeit mehr, zwei Antr\u00e4ge zu stellen. Du musst dich jetzt entscheiden. Mach einen oder keinen, weil es ansonsten nicht mehr machbar sein wird. Er wird es von der Zeit her nicht schaffen. Man kann auch Projekte in unterschiedlichen F\u00f6rderstellen unterkriegen. Also es gibt ja mehr als \u201ego-digital\u201c. Und wenn man sagt, das eine Projekt ist zum Beispiel die Einrichtung von Homeoffice, dann kann man das unter einem Projekt unterbringen. Und das andere Projekt ist meinetwegen die automatisierte Gesch\u00e4ftsprozesse, die erstellt werden m\u00fcssen mit den Formularen et cetera. Dann ist das ein zweites Projekt, was unter einem anderen F\u00f6rdertopf f\u00f6rderf\u00e4hig ist. Auf der anderen Seite muss man sagen, es gibt auch viele Beratungst\u00f6pfe. Das hei\u00dft, in der Regel wird ja ein IT-Mitarbeiter erst oder ein IT-Berater erst einmal ja kl\u00e4ren m\u00fcssen mit dem Unternehmen, was m\u00f6chtest du hier \u00fcberhaupt haben? Und das hei\u00dft, wir m\u00fcssen eine Differenzierung unter Beratung und Implementierung machen. Das hei\u00dft, in der Regel kann man erst einen Beratungstopf zum Beispiel nutzen und danach einen Implementierungstopf. Solange das sauber dokumentiert wird, gibt es eigentlich kein Problem, ja? Das Ganze entsteht dadurch, ganz kurz nur, ist, wie kann man sich eine F\u00f6rderung vorstellen? Das ist ja mal eine Frage, wie ist das Ganze entstanden? Weil das gibt es schon seit dem Zweiten Weltkrieg, also nach dem Zweiten Weltkrieg. Und man muss sich das so vorstellen. Vereinfacht ausgedr\u00fcckt sage ich immer, stellt euch vor, da ist ein Politiker und er trommelt auf der Brust, sagt Uga Uga. Ich m\u00f6chte die Welt ver\u00e4ndern. Dann m\u00f6chte ich dazu zum Beispiel Ma\u00dfnahmen treffen. Und diese Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden wir nicht machen, es sei denn, es wird finanziell unterst\u00fctzt. Beispiel, wir sind jetzt, keine Ahnung wie viele Jahrzehnte, mit Benziner gefahren oder Diesel und jetzt m\u00f6chte, und dieser Unterhaltung m\u00f6chte ich dann nicht beitragen, ob es sinnvoll ist oder nicht, jetzt m\u00f6chte man auf jeden Fall Elektroautos an den Mann bringen. So, bedeutet, die meisten w\u00fcrden es jetzt nicht machen. Warum nicht? Weil wir nicht gen\u00fcgend Infrastruktur haben. Also wir haben nicht Lades\u00e4ulen, die Autos fahren nicht lang genug et cetera. Man m\u00f6chte das aber unbedingt haben. Also wird es zum Beispiel mit einem Zuschuss des Staates des Bundes letztendlich beg\u00fcnstigt. Und das hei\u00dft, es wird halt attraktiv, Finanzielles zu machen. Und siehe da, die Leute fangen an, sowas zu machen. Und das ist eigentlich Sinn und Zweck der Geschichte von F\u00f6rderungen. Man m\u00f6chte gewisse Ma\u00dfnahmen, die man von der Gesellschaft erwartet, dadurch pushen. Deswegen wird definitiv in Richtung Elektromobilit\u00e4t, in Richtung Energie, in Richtung Photovoltaik, in Richtung Nachhaltigkeit wird es definitiv in Zukunft mehr geben. Warum? Weil das politisch gewollt ist. #00:23:04-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Auf jeden Fall ein sehr, sehr spannendes Thema und auch wie vorhin von mir schon gedacht, sehr komplex. Ich m\u00f6chte nicht sagen kompliziert, aber sehr komplex. Sicherlich auch, sich \u00fcber die ganzen Dinge immer auf dem Laufenden zu halten und immer up to date zu sein. Auch wie lange welches Programm geht und so weiter. Aber da ist man ja bei euch in guten H\u00e4nden. Wenn ein Unternehmen so eine F\u00f6rderung vorhat, dann kann man ihm da eigentlich nur die Empfehlung geben, er sollte dort auf seinen IT-Dienstleister vor allen Dingen, gerade wenn es IT-Themen sind, zugehen und fragen auch tats\u00e4chlich, ob diese Projekte dann gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen und ob der IT-Dienstleister dazu unterst\u00fctzen kann. IT-Dienstleister selber, die dazu Hilfe ben\u00f6tigen, die k\u00f6nnen sich direkt an euch wenden auch? #00:23:51-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Die k\u00f6nnen sich direkt an uns wenden. Das ist kein Problem. Gerne darf ich aber Werbung machen, nuviu.de. Sonst muss es rausschneiden. Grunds\u00e4tzlich ist es so, dass wir nat\u00fcrlich einen erh\u00f6hten Andrang seit Corona haben. Man muss fast sagen, vor Corona war es so, dass vor allem in den neuen Bundesl\u00e4ndern war F\u00f6rderung sehr bekannt. Da gab es auch einige, die gesagt haben, ohne einen Zuschuss mache ich dieses Vorhaben nicht. Was ich pers\u00f6nlich, f\u00fcr nicht gut halte, hei\u00dft aber nicht, dass sie das alle gemacht haben. Bitte nicht falsch verstehen, es waren Vereinzelte. In den alten Bundesl\u00e4ndern war das h\u00e4ufig so, dass man erkl\u00e4ren musste, es gibt F\u00f6rderungen, das ist auch legal und das darf man alles machen. Da war noch so ein bisschen, ich habe das nicht n\u00f6tig. Und dank Corona, kann man in Anf\u00fchrungsstriche sagen, ist die Hemmschwelle auf null gefallen. Und das hei\u00dft, jeder m\u00f6chte gerne einen Zuschuss bekommen. Und auf der anderen Seite ist es so, dass es f\u00fcr das IT-Unternehmen durchaus relevant ist, ob man dem Kunden sagt, hey, bei uns bekommst du das und kostet dich dann 30.000, 15.000, ist auf jeden Fall ein Verkaufsargument. #00:25:00-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Ja, das auf jeden Fall. Und ich finde es immer, es ist wichtig f\u00fcr alle anderen Unternehmen zu wissen, dass es diese F\u00f6rderungen gibt, dass es diese gro\u00dfen T\u00f6pfe da gibt und dass man auf jeden Fall abkl\u00e4ren sollte, was dort m\u00f6glich ist, ja? Selbst wenn man es dann nachher nicht in Anspruch nimmt. Du hast eben schon die Webseite genannt nuviu.de. Also N U V I U Punkt D E. Ansonsten wie k\u00f6nnen Unternehmen, die dazu Hilfestellung ben\u00f6tigen, sich an euch wenden? Welche Telefonnummer, E-Mail-Adresse macht dort Sinn? #00:25:31-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Telefonnummer? Wenn ich ehrlich bin, wei\u00df ich jetzt gerade die eigene nicht auswendig. Interessant aber wahr. #00:25:37-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Die von der Homepage. #00:25:38-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Die von der Homepage einfach nutzen, ja. #00:25:40-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Also 030948520761 und sonst per E-Mail dann an info@nuviu.de. #00:25:50-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Genau nuviu kommt von New View mit ein bisschen Slang. Deswegen nuviu.de. #00:25:57-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: (Lacht) Ja, sehr gut. Perfekt. Ja Markus, total interessant und spannend. Und ich danke dir hier f\u00fcr die Zeit, f\u00fcr das Interview. #00:26:08-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Gerne. #00:26:09-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Und w\u00fcrde mich nat\u00fcrlich freuen, wenn das ein oder andere Unternehmen da ja auch auf euch zukommt, wenn die Hilfestellungen ben\u00f6tigen. #00:26:15-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Gerne. Ich w\u00fcrde sonst noch auf eine Frage, die mir h\u00e4ufig gestellt wird, eingehen wollen. #00:26:18-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Sehr gerne. #00:26:20-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Und zwar die Frage: Wenn ich eine Bewilligung bekomme, kann ich mit der Bewilligung mit dem Zuschuss dann rechnen? Wird ja h\u00e4ufig gerne auch gestellt. Und das bedeutet, in der Regel ist es so, wenn ich eine Bewilligung habe, wird dieses Geld f\u00fcr mich hintenrum freigeschaufelt. Das hei\u00dft also, man muss nicht nur darauf achten bei F\u00f6rderungen, wann Beginn und Ende ist der F\u00f6rdert\u00f6pfe, wann sowas enden kann. Deswegen gibt es \u00fcbrigens keine Software. H\u00e4ufig werde ich gefragt, gibt es nicht eine Software, wo ich meine Daten eingeben kann, mein Vorhaben eingeben kann und dann spuckt die mir aus, ob das f\u00f6rderf\u00e4hig ist oder nicht. Weil eins der Themen ist, wie viel Geld gibt es noch im Topf? Und das hat man zum Beispiel bei den Soforthilfen gesehen, wie wichtig das war, dass man gesagt hat Ja, grunds\u00e4tzlich ist eine Hilfe da, aber wenn es nicht da ist, das Geld, dann ist es halt nicht da. Und es gibt halt viele T\u00f6pfe, die funktionieren nach dem Windhund-Prinzip. Das hei\u00dft also, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wenn ich aber eine Bewilligung habe, hei\u00dft es, dass intern das Geld f\u00fcr mich daf\u00fcr beiseitegelegt wurde. Und es bedeutet, dass dieser Zuschuss, der da ist, in der Regel ausgezahlt wird, es sei denn, ich mache jetzt keine IT-Struktur, die ich bauen wollte, sondern ich mache jetzt K\u00fchlschrank kaufen, sondern das hei\u00dft, ich muss ja nachweisen, was habe ich da gemacht. Das muss man einfach wissen, dass viele denken, sobald der Antrag bewilligt ist, ist die Arbeit ja erledigt. Nein, dann geht die Arbeit erst los. Das bedeutet, ich muss die gesamte Arbeit, die gemacht wird, dokumentieren. So was machen wir, ja. Und das hei\u00dft also, man muss dann angeben, was war mit dem Vorhaben geplant und was haben wir erreicht. Und wenn das kongruent ist, also \u00fcbereinstimmend ist, dann wird letztendlich der Zuschuss bezahlt, aber man kann davon ausgehen, wenn man eine Bewilligung hat, dass dieses Geld f\u00fcr einen beiseitegelegt wird. Kann ich mehr Geld bekommen, als mir bewilligt wurde? Nach dem Motto, ich habe ein Projekt f\u00fcr 15.000 angegeben und es hat dann nachher doch 17.000 gekostet. Nein, kann ich in der Regel nicht. Muss man eher mittendrin kommunizieren und vielleicht kriegt man da ein bisschen mehr. In der Regel aber nicht. Andersherum ist es machbar. Ich habe f\u00fcr 15.000 beantragt und ich habe nur 13.000 genutzt. Dann ist das in der Regel kein Problem. In der Regel kein Problem. Wenn ich sage, ich beantrage zwei Millionen und nutze nachher nur 200.000, dann wird das ein Problem. Aber deswegen ist es wichtig, dass man sowas nochmal wei\u00df. Wichtig ist einfach nur, zu erkl\u00e4ren, die Bewilligung hei\u00dft nicht, die Arbeit ist getan. Das ist der gro\u00dfe Unterschied zu Finanzierung. Wenn ich zur Bank gehe und einen Businessplan schreibe und den abgebe und der B\u00e4nker sagt: Du kriegst dein Geld, hier ist dein Kreditvertrag, ich unterschreibe den, dann brauche ich in der Regel, wenn es ein ganz normaler Bankvertrag ist, brauche ich ja keinen Verwendungsnachweis, muss also nicht nachweisen, was ich daf\u00fcr gekauft habe. Bei F\u00f6rderung schon. Das Ganze z\u00e4hlt \u00fcbrigens auch f\u00fcr die ganzen KfW-Antr\u00e4ge und so weiter. Sobald ich ein Darlehen habe und angeben will, was ich damit machen m\u00f6chte, muss ich nachher nachweisen, was ich damit gemacht habe. Das ist einfach wichtig zu wissen. Das hei\u00dft also, die Arbeit geht h\u00e4ufig damit los, dass die Bewilligung da ist. Die ist dann nicht beendet, sondern da geht eigentlich die Grundarbeit los. Und wenn man so Gro\u00dfprojekte hat, dann geht da die wirklich gro\u00dfe Arbeit erst los. Aber man muss zum Beispiel f\u00fcr Personalkostenzusch\u00fcsse muss man mit der Lohnbuchhaltung sprechen, dann muss man Mittelabrufe machen, dann muss man es darstellen. Was ist, wenn ich Personal einstellen wollte, es aber nicht eingestellt habe? Wie kann ich das nachweisen, dass ich einen Mitarbeiter haben wollte? Also das sind Fragen, die dann kommen, bei der ich einfach sagen kann, wenn man alleine unterwegs ist, das w\u00e4re so, als w\u00fcrde ich mit der wenigen Ahnung, die ich habe, sagen: Ich m\u00f6chte eine IT-Struktur aufbauen. Es funktioniert halt einfach nicht, ja? Habe ich auch schon mal versucht. Hat nicht geklappt. (beide lachen) Also ja nat\u00fcrlich. Also kann ich sagen, seitdem mache ich sowas auch nicht mehr. Also ich gehe dann immer mittlerweile, ich bin ja selber Unternehmer zu Leuten, bei denen ich wei\u00df, die wissen das und das kostet mich halt Geld. Aber ich kriege daf\u00fcr ein vern\u00fcnftiges Ergebnis und dann, wenn ich halt alles selber machen m\u00f6chte in meinem Leben, habe ich das Problem. Ich habe gar nicht so viel Zeit in meinem Leben, um alles zu lernen, was ich sp\u00e4ter nutzen m\u00f6chte. Und deswegen gehe ich dann zu Leuten, die es k\u00f6nnen, gib denen Geld und krieg daf\u00fcr ein vern\u00fcnftiges Ergebnis. #00:30:44-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Naja. Cool, das war noch ein ganz, ganz wichtiger Aspekt. Vielen Dank, dass du den noch erg\u00e4nzt hast, denn das ist nat\u00fcrlich auch immer wichtig zu beachten bei solchen Themen auf jeden Fall. Cool. Ja dann vielen Dank, lieber Markus. Und dann hoffe ich, dass wir uns schon bald wiedersehen. #00:31:01-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Gerne. Ebenso viele Gr\u00fc\u00dfe nach unten und freue mich von IT League immer gerne zu h\u00f6ren. #00:31:07-0# &amp;nbsp; Ingo L\u00fccker: Ja, sehr gerne. Bis bald. Tsch\u00fcss. #00:31:10-0# &amp;nbsp; Markus von Pescatore: Tsch\u00fcss. #00:31:11-0# ","author_name":"IT Manager Podcast (DE, german) - Aktuelle IT-Themen vorgestellt und diskutiert","author_url":"https:\/\/www.itleague.de","html":"<iframe title=\"Libsyn Player\" style=\"border: none\" src=\"\/\/html5-player.libsyn.com\/embed\/episode\/id\/19481822\/height\/90\/theme\/custom\/thumbnail\/yes\/direction\/forward\/render-playlist\/no\/custom-color\/88AA3C\/\" height=\"90\" width=\"600\" scrolling=\"no\"  allowfullscreen webkitallowfullscreen mozallowfullscreen oallowfullscreen msallowfullscreen><\/iframe>","thumbnail_url":"https:\/\/assets.libsyn.com\/secure\/item\/19481822"}