{"version":1,"type":"rich","provider_name":"Libsyn","provider_url":"https:\/\/www.libsyn.com","height":90,"width":600,"title":"137 Wie entstehen \u00c4ngste","description":"Heute sprechen wir \u00fcber Pr\u00e4gungen, also unbewusste Muster, welche uns lenken und der Frage, wie viele eigenen solche Pr\u00e4gungen hat das Baby und was kommt von den Eltern. Bevor wir diese Frage beantworten k\u00f6nnen, schauen wir an, wie Muster im Unterbewusstsein \u00fcberhaupt gebildet werden. Grunds\u00e4tzlich gibt es zwei M\u00f6glichkeiten,&amp;nbsp; wie sich im UBS ein Muster abspeichert.  Durch Wiederholung Durch Emotionalit\u00e4t  Doch darauf kommen wir gleich zur\u00fcck. Nun, stell dir dein Unterbewusstsein als Schneelandschaft an. Bei einem Neugeborenen ist das eine Schneelandschaft, wo nur frischer Schnee als dicke Decke liegt, eine einheitliche, weisse Ebene. Nun bekommst du ein Bed\u00fcrfnis, ein Ziel, welches du gerne erreichen m\u00f6chtest. Dieses kannst du dir in deiner Schneelandschaft z.B. als Baum weit hinten am Horizont vorstellen.  Nun gehst du auf diesen Baum zu. Im Unterbewusstsein startest du daf\u00fcr anfangs immer an derselben Stelle. Nun watest du durch diesen hohen Schnee, k\u00e4mpfst dich voran, bis du dein Ziel, also den Baum, erreicht hast. Hinter dir im Schnee sieht man nun deine Fussabdr\u00fccke. Diese bleiben stehen und immer sichtbar. Wenn du nun dieses Bed\u00fcrfnis sp\u00fcrst, also du dieses Ziel ein zweites Mal erreichen m\u00f6chtest, dann startest du daf\u00fcr wieder in der Mitte auf der Schneeebene und du w\u00e4hlst von dort aus deinen Weg. Vor dir siehst du die Fussabdr\u00fccke als Weg. Dein Unterbewusstsein ist bestrebt nach Einfachheit und sucht diese stets im Bekannten. Also, alles was bereits schon mal erlebt wurde, empfindest du im Unterbewusstsein als einfach, weil es eben bekannt ist und das Unterbewusstsein lenkt dich automatisch in diese Richtung.  Also gehst du nochmals denselben Weg zu deinem Ziel und die Spur, die du hinterl\u00e4sst, wird gr\u00f6sser.  Und du siehst schon, auf was es herausl\u00e4uft. Jedes Mal, wenn dieser Weg begangen wird, wird er gr\u00f6sser, tiefer und gefestigt. Schon bald \u00fcberlegt dein Unterbewusstsein gar nicht mehr, WIE es dieses Ziel erreichen soll, sondern startet immer denselben Weg, sobald dieses Bed\u00fcrfnis erkannt wird. Und genau so verh\u00e4lt es sich mit den unbewussten Pr\u00e4gungen und Muster. Jede Erfahrung, die gemacht wird, tr\u00e4gt dazu bei, dass solche Trampelpfade gelegt werden. &amp;nbsp; Und nun kommen wir zur\u00fcck zu den zwei Entstehungsmechanismen.  Durch Wiederholung  Hier verh\u00e4lt es sich genau so, wie wir bereits beschrieben haben. Je \u00f6fters der selbe Weg, sprich, die gleiche Entscheidung getroffen wurde, gleich Reagiert wurde, gleich Gehandelt wurde, umso st\u00e4rker wird dies als Programm gespeichert und in Zukunft wird immer so gehandelt. &amp;nbsp;  Durch Emotionalit\u00e4t  Wir eine Erfahrung gemacht, welche sehr emotional ist, dann festigt dies den Weg bereits bei einmaligem Durchschreiten tief und bleibt so als Pr\u00e4gung bestehen.  Ich gebe dir hier gerne ein Beispiel dazu: Du gehst als Kind zum ersten Mal mit deiner Familie in der Nacht im Dunkeln im Wald spazieren. Nun macht sich dein gr\u00f6sserer Bruder einen Spass daraus, dich zu erschrecken und springt vor dir hinter einem Baum hervor. Du erschrickst dich ganz stark, hast Angst und weinst ganz f\u00fcrchterlich. &amp;nbsp; Nun hat sich dies als tiefen Weg eingetreten, in deinem Unterbewusstsein aus Schnee. Und du hast das Ereignis so abgespeichert: dass Spazieren im dunkeln Wald Angst bereitet. Jedes Mal, wenn du nun im Dunkeln draussen bist (das muss nicht mal mehr unbedingt im Wald sein), geht dein Unterbewusstsein den Weg der Angst. &amp;nbsp; Ein anderes Beispiel dazu w\u00e4re eine liebe Freundin, welche immer die falschen Typen daten. N\u00e4mlich die, die ihr nicht gut tun und bei welchen es fr\u00fcher oder sp\u00e4ter im Drama endet.  Warum ist das so? Ihr Unterbewusstsein f\u00fchlt sich bei diesen Typen wohl \u2013 WEIL es ihr bekannter Weg ist. Das heisst nicht, dass es der richtig Weg ist. Dass es ihr Herzensweg ist. Nein! Es ist einfach der bekannte Weg, und das l\u00f6st in ihr ein Gef\u00fchl der Vertrautheit aus, welches sie, zum Beispiel beim ersten Date, auf den Mann projiziert. &amp;nbsp; W\u00fcrde sie einen, f\u00fcr sie vielleicht perfekt passenden, Mann daten, welcher gar nicht ihrem \u00fcblichen Beuteschema entspricht, f\u00fchlt sich etwas im Unterbewusstsein stark verunsichert, weil das so ganz unbekannt ist. Die inneren Alarmglocken l\u00e4uten, weil auf keine Erfahrung zur\u00fcckgegriffen werden kann. &amp;nbsp; Wenn sie gelernt hat, auf ihr Bauchgef\u00fchl zu achten, dann nimmt sie nun diese Verunsicherung wahr und entscheidet sich gegen diesen Mann, und endet wieder in einer Beziehung aus ihrem alten Muster. W\u00fcrde sie jedoch einmal diesen neuen Weg gehen, w\u00e4re ihr Unterbewusstsein f\u00e4hig, diesen Weg immer mehr und h\u00e4ufiger zu Beschreiten. Also k\u00f6nnte sie immer mehr gute Dates mit guten M\u00e4nnern erleben. So oft, bis dies ihr neuer Pfad im Schnee wird. &amp;nbsp; Was bringt dir nun dieses Wissen im Bezug auf das Zusammenleben mit Kindern? Das Baby bekommt bei seiner Geburt (oder auch schon etwas vorher), einiges an Wegen im Schnee von seinen Eltern mit. Alle essentiellen Wege, welche als Baby gegangen werden, sind bereits vorgelegt. Das hat mit dem Drang nach \u00dcberleben zu tun, welcher wir Menschen in uns tragen. Das Baby hat diese lebensnotwendigen Pfade in sich. Z.b. bei Hunger den Weg des Weinens, um zu Nahrung zu kommen. Das muss es nicht erst neu herausfinden, das ist bereits als L\u00f6sungsweg so verankert. &amp;nbsp; Doch es geht noch weiter. Auch die Angst vor gef\u00e4hrlichen Tieren, Feuer, dem freien Fall, lauten Ger\u00e4uschen, ist so als Pfad im Unterbewusstsein gegeben. Hat nun die Mutter eine Spinnen-Phobie und reagiert mit panischer Angst auf die Spinne, dann ist es gut m\u00f6glich, dass diese Reaktion genau so im Kind verankert wurde, noch BEVOR das Kind zum ersten Mal eine Spinne gesehen hat. Dann kommt das Krabbelalter und das Kind entdeckt eine Spinne und bekommt Panik. Erst, nachdem das Kind seine eigenen Erfahrungen mit Spinnen machen konnte, ist es in der Lage, diesen \u00fcbernommenen Weg zu \u00e4ndern. Das kann viel Zeit und eine grosse Menge an Wiederholungen ben\u00f6tigen, je nach dem, wie tief diese erste Pr\u00e4gung war. Was es f\u00fcr euer Zusammenleben bedeutet, wenn das Kind anf\u00e4ngt, seine eigenen Wege zu bahnen, dass schauen wir uns n\u00e4chste Woche an. Dann geht es um das Thema &quot;Trotzphase&quot;. ","author_name":"TerrorKids - der Erziehungsratgeber","author_url":"http:\/\/terrorkids.libsyn.com\/website","html":"<iframe title=\"Libsyn Player\" style=\"border: none\" src=\"\/\/html5-player.libsyn.com\/embed\/episode\/id\/15718763\/height\/90\/theme\/custom\/thumbnail\/yes\/direction\/forward\/render-playlist\/no\/custom-color\/88AA3C\/\" height=\"90\" width=\"600\" scrolling=\"no\"  allowfullscreen webkitallowfullscreen mozallowfullscreen oallowfullscreen msallowfullscreen><\/iframe>","thumbnail_url":"https:\/\/assets.libsyn.com\/secure\/content\/81689624"}